Az épület hidegpontjain a levegő lehűl, eléri a harmatpontot, és lecsapódik, ahogyan a képen látható műanyag nyílászárón is történt.

Was sollte man über die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung wissen?

Wenn wir im Babyzimmer auf die Temperatur achten, denken wir seltener daran, auch die Luftfeuchtigkeit zu prüfen. Dabei hängen beide eng zusammen: Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst unser Wärmeempfinden deutlich. Wenn wir darauf achten, dass die Haut und die Schleimhäute unseres Kindes tagsüber und auch im Schlaf nicht austrocknen, tun wir viel für seine Gesundheit und können häufige Atemwegsinfekte oft besser vermeiden.

Luft enthält immer Wasser in Form von Wasserdampf, und dessen Menge verändert sich ständig. Wenn wir in der Wohnung eine optimale Luftfeuchtigkeit erreichen möchten, lohnt es sich, einige wichtige Zusammenhänge zu kennen: die Wirkung auf den Körper, typische Anzeichen von zu trockener Luft und praktische Möglichkeiten zum Befeuchten der Raumluft.

 

Relative Luftfeuchtigkeit – das, was wir tatsächlich „spüren“

Unser Körper nimmt „Trockenheit“ oder „Feuchtigkeit“ vor allem über die relative Luftfeuchtigkeit wahr. Ist sie zu niedrig, kann trockene Luft – je nach Empfindlichkeit – unangenehme Beschwerden auslösen. Ist sie zu hoch, kann schnell ein ungesundes Raumklima entstehen.

Der Begriff ist leicht zu verstehen: Die relative Luftfeuchtigkeit ist ein Prozentwert, der zeigt, wie viel Wasserdampf die Luft bei einer bestimmten Temperatur enthält – im Vergleich zu dem Maximum, das sie überhaupt aufnehmen könnte. Bei 100 % ist die Luft vollständig gesättigt; dann bilden sich häufig Nebel, Dunst oder Tau.

Wichtig zu wissen: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte. In kühler Luft kondensiert Wasser leichter, deshalb schlägt sich Feuchtigkeit schneller nieder.

 

Zu niedrige Luftfeuchtigkeit im Zimmer 

Luft unter 40 % relativer Luftfeuchtigkeit empfinden wir meist schon als „zu trocken“. Das kann sich bei Babys besonders auf Haut und Schleimhäute auswirken:

  • Die Schleimhäute der Atemwege trocknen aus und werden empfindlicher

  • Mundtrockenheit, Kratzen im Hals

  • Trockener Husten kann auftreten

  • Unruhiger Schlaf

  • Trockene Augen

  • Trockene Haut; Ekzeme oder atopische Dermatitis können begünstigt werden

  • Die Abwehr gegen Krankheitserreger kann nachlassen, Keime haften leichter

  • Allgemein schlechteres Wohlbefinden

  • Schlafprobleme

  • Bei Erkältung kann trockene Luft die Beschwerden verstärken; mit Befeuchtung kann man auch bei Pseudokrupp unterstützend wirken

 

Zu hohe Luftfeuchtigkeit im Zimmer

Schimmel kann an mehreren Kältebrücken in der Wohnung auftreten – wie hier neben einem Fensterrahmen an der Wand.

Ab über 70 % kann es zu Kondenswasser und Schimmelbildung kommen. Das ist besonders wichtig, wenn regelmäßig Wäsche in der Wohnung getrocknet wird. In Lehmhäusern kann die Luft bei dauerhaft hoher Feuchtigkeit deutlich „muffig“ wirken. Dann sollte man eine Lösung für das Trocknen der Kleidung finden. Wenn möglich, können ein Trockner oder ein Abluftsystem die Feuchtigkeit spürbar reduzieren.

Wo entsteht Schimmel?

An sogenannten Kältebrücken kühlt die Luft ab, erreicht den Taupunkt, Feuchtigkeit kondensiert – und wenn diese Nässe bleibt, können Schimmelsporen innerhalb weniger Tage „aktiv“ werden.
Über 70 % verändert sich auch unser Wärmeempfinden, weil die Kühlung über Schwitzen weniger effektiv ist. Bei ca. 24 °C und 75 % fühlen sich außerdem Hausstaubmilben besonders wohl und vermehren sich leichter.

 

Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung idealerweise sein?

Als sinnvoller Bereich gelten 40–70 % – die Extreme werden oft schon als unangenehm wahrgenommen. Für das Babyzimmer ist in der Praxis meist am besten:

  • 50–60 % bei einer Raumtemperatur von 20–22 °C

Unter 45 % nehmen Hausstaubmilben deutlich ab – das kann für Familien mit Hausstauballergie eine hilfreiche Information sein.

 

Womit kann man die Luftfeuchtigkeit messen? 

Ein Hygrometer ist ein kleines Gerät mit Anzeige, das Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum misst. Wenn du einen realistischen Wert fürs Babyzimmer möchtest, platziere das Gerät am besten in der Nähe des Babybetts, denn die Feuchtigkeit kann in verschiedenen Räumen sehr unterschiedlich sein. Denke daran, wie stark Werte im Tagesverlauf schwanken können – z. B. beim Kochen oder Duschen, wenn Dampf durch offene Türen in andere Räume zieht.

 

Hilfe in Herbst und Winter – bei Erkältungs- und Allergiezeiten

Viele Kinder sind ab Herbstbeginn (Kita/Schule) bis in den Frühsommer hinein häufiger erkältet. Trockene Luft kann die Schleimhäute empfindlicher machen, sodass sie Krankheitserreger und Allergene schlechter abwehren. Allergene wiederum können zu länger anhaltender verstopfter Nase oder Husten beitragen.

Sind Temperatur und Feuchtigkeit zu hoch, können sich Schimmel und Hausstaubmilben stärker vermehren. Das kann nicht nur Atemwegs-, sondern auch Hautreaktionen auslösen. Es lohnt sich, die Wohnung daraufhin zu prüfen, wie gut der natürliche Luftaustausch funktioniert, ob regelmäßig Kondenswasser an Fenstern entsteht und ob irgendwo Schimmel sichtbar ist. Moderne, sehr dichte Fenster reduzieren die „langsamen“ Luftwechsel, dann hilft regelmäßiges, angepasstes Lüften.

 

Wie kann man die Luft in der Wohnung befeuchten?

Eine Mutter hängt frisch gewaschene Kleidung im Zimmer zum Trocknen auf.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Am einfachsten ist eine Schale mit Wasser (Verdunstung), die man z. B. auf die Heizung stellt. In der Praxis reicht das oft nicht aus – um einen spürbaren Effekt zu erzielen, bräuchte man eine größere Verdunstungsfläche an mehreren Stellen. Die dekorativen Heizungsverdunster sehen zwar hübsch aus, sind aber oft eher Deko als echte Lösung.

Vernebler können ebenfalls helfen, doch nicht jedes Gerät arbeitet sinnvoll: Manche Geräte erzeugen relativ große Tropfen, die schnell wieder zu Boden fallen, dann wird die Luft kaum wirklich befeuchtet. Ultraschallvernebler sind leise und erzeugen sehr feine Tröpfchen, allerdings wird dabei häufig auch Kalk/ Mineralien aus dem Wasser mitvernebelt. Das kann zu Ablagerungen („Staubfilm“) im Raum führen, was nicht ideal ist.

Wenn du Ablagerungen vermeiden willst, kannst du saubere, mit Wasser befeuchtete Handtücher/Textilien in der Nähe des Babybetts aufhängen oder auslegen. Wäsche im Raum kann ebenfalls helfen, aber nur, wenn sie nicht stark mit Duftstoffen/Weichspülern belastet ist, denn diese können in die Raumluft übergehen.

Bei jeder Methode lohnt es sich, zwischendurch zu messen, ob die gewünschte Wirkung erreicht wurde – oft ist die Verdunstungsfläche einfach zu klein.

 

Schon einmal von „Salz-Verdunstung“ gehört?

Himalaya-Salzgranulat kann für Anwendungen mit Salzverdunstung genutzt werden.

Salzverdunstung (bzw. salzhaltige Luft) wird häufig mit einer Verbesserung der Luftqualität in Verbindung gebracht. Salzhaltige Luft kann als wohltuend empfunden werden und wird traditionell bei Beschwerden der Atemwege genutzt. Sie kann die Selbstreinigung der Atemwege unterstützen und wird z. B. bei Bronchitis, Halsentzündung, Nebenhöhlenproblemen oder Mittelohrentzündung als ergänzende Maßnahme erwähnt.

Salzpartikel/Ionen können in Bereiche der Atemwege gelangen, in denen sich feine Staubpartikel oder Allergene ablagern. Das kann dabei helfen, diese zu binden und mit Sekret abzutransportieren – das ist eher bei größeren Kindern ein Thema.

Wichtig: Bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Asthma) kann salzhaltige Luft auch ungünstig wirken und Beschwerden auslösen. Deshalb sollte man im Zweifel immer Rücksprache mit Kinderarzt oder Facharzt halten.

Wart ihr schon einmal mit eurem Kind in einer Salzgrotte/Salzraum?
Die Idee ist ähnlich, nur ist die Salzkonzentration dort höher. Die Zeit verbringt man meist in angenehmer Umgebung bei etwa 20–22 °C und relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Salzräume/Salzgrotten werden häufig als unterstützende Maßnahme zur Pflege der Atemwege und zur Stärkung des Wohlbefindens genutzt.

Wir empfehlen: Ein Messgerät für die Luftfeuchtigkeit zu Hause lohnt sich, und mit seiner Hilfe kann man die Werte im Babyzimmer möglichst stabil im optimalen Bereich halten.

 

Verfasst von Mónika Veres


Quellen:

Umweltbundesamt (UBA), - Wie lüfte ich richtig? Tipps und Tricks zur Schimmelvermeidung

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), „Einfluss niedriger Luftfeuchten auf den Menschen im Kontext der Arbeitswelt” (baua: Fokus, 2024)

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