Kismama pihen fekve és figyeli pocakját

Was sollten Sie über Übungswehen wissen?

Wussten Sie, dass sich die Gebärmutter auch dann mehrmals am Tag zusammenzieht, wenn man nicht schwanger ist? Während Ihrer Schwangerschaft passieren viele körperliche, aber auch seelische Veränderungen, die Ihren Körper auf Geburt, Stillzeit und das Muttersein vorbereiten. Gegen Ende der Schwangerschaft, im 9. Monat, sind die Muskeln der Gebärmutter bereits stark gedehnt, und auch der Gebärmutterhals beginnt weicher zu werden. Kurz bevor die Geburt losgeht, können Krämpfe auftreten, die sogar messbar sind, trotzdem bedeuten sie noch nicht, dass die Geburt wirklich begonnen hat. Manchmal fühlen sie sich so kräftig an, dass Sie denken, Sie müssten sofort ins Krankenhaus fahren.

Wichtig ist: Nicht jede Schwangere erlebt Übungswehen. Schon der Name deutet an, dass man damit die Geburt „vorhersagen“ möchte, aber niemand kann sagen, ob es morgen so weit ist oder erst in ein bis zwei Wochen. Manche Frauen spüren diese Kontraktionen sogar über mehrere Wochen. In dieser Zeit bereitet sich der Gebärmutterhals auf die Geburt vor, er wird weicher und kann sich auch verkürzen. In den meisten Fällen öffnet sich der Muttermund durch Übungswehen jedoch noch nicht.

 

Was sind Übungswehen? 

Mit den sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen bereitet sich Ihr Körper Schritt für Schritt auf die Geburt vor. Sie spüren diese Krämpfe, weil sich die Muskulatur der Gebärmutter zeitweise anspannt. Es sind noch keine echten Geburtswehen, man nennt sie oft „Übungswehen“. Häufig treten sie im 3. Trimester, besonders ab etwa der 37. Schwangerschaftswoche, auf. Meist dauern sie zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten und können auch dazu beitragen, dass sich der Schleimpfropf leichter löst.

Geschwisterkind legt das Gesicht an den Babybauch und spürt die Bewegungen des Babys

Es gibt Faktoren, die Übungswehen auslösen können. Nach mehr Bewegung, wenn Ihr Baby besonders aktiv ist oder wenn Ihr Bauch berührt wird, können Sie eher eine Anspannung der Gebärmutter spüren. Auch Flüssigkeitsmangel, Sex oder eine volle Blase können Übungswehen begünstigen.

Viele kennen auch den Ausdruck „der Bauch wird hart“. Das kann schon ab etwa der 20. Schwangerschaftswoche vorkommen. Darauf gehen wir weiter unten noch ein.

 

So erkennen Sie Übungswehen 

Damit Sie Übungswehen von den Kontraktionen während der Geburt unterscheiden können, hilft es, ein paar grundlegende Unterschiede zu kennen. Bitte beachten Sie trotzdem: Wenn Sie etwas Ungewöhnliches bemerken oder sich unsicher fühlen, kontaktieren Sie sofort Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Wenn Sie vor der 37. Woche wehenartige Schmerzen spüren, holen Sie bitte ebenfalls umgehend Rat ein.

Übungswehen …

  • treten unregelmäßig auf,

  • kommen häufig eher gegen Ende des Tages oder in Ruhephasen,

  • sind meist vorne im Bauch spürbar,

  • können in der Dauer variieren,

  • werden in der Stärke nicht zunehmend,

  • werden nicht immer häufiger,

  • sind oft schmerzlos oder fühlen sich wie leichte Regelschmerzen an,

  • lassen den Bauch durch die Anspannung der Gebärmutter „hart“ werden,

  • lassen nach, wenn Sie sich ausruhen oder die Position wechseln.

 

Wie fühlen sich echte Geburtswehen an? 

In der ersten Phase der Geburt treten regelmäßige Kontraktionen auf. Sie werden mit der Zeit häufiger, stärker und dauern länger an. Die ersten Wehen kommen oft in Abständen von etwa 20 Minuten und dauern ungefähr 30 Sekunden. Wenn die Wehen dann etwa alle 5 bis 10 Minuten auftreten, ist es in der Regel Zeit, sich auf den Weg in die Klinik zu machen.

Schwangere in den Wehen, unterstützt von ihrem Partner

Geburtswehen …

  • kommen regelmäßig und werden immer häufiger,

  • nehmen schrittweise an Intensität zu,

  • dauern immer länger,

  • sind oft im unteren Rücken spürbar und ziehen nach vorn,

  • hören durch Positionswechsel nicht auf.

Während der Geburt kann auch Fruchtwasser abgehen. Passiert das vor der 37. Schwangerschaftswoche, spricht man von einem vorzeitigen Blasensprung. Dann sollte man möglichst schnell in die Klinik, um das Infektionsrisiko zu senken, denn die schützende Barriere zwischen Baby und Außenwelt ist nicht mehr vollständig vorhanden. Fruchtwasser kann als leichtes Tröpfeln abgehen, manchmal aber auch plötzlich in einem deutlichen Schwall.

Wenn Sie mehr über Anzeichen der Geburt lesen möchten und darüber, wann Sie in die Klinik fahren sollten, schauen Sie gern in unseren vorherigen Artikel.

 

So kann sich eine Übungswehe anfühlen 

Manchmal zeigt sie sich nur als harter Bauch, völlig schmerzfrei und kaum unangenehm. Manche Frauen spüren eher ein Ziehen oder eine Spannung im Bauch, die kommt und wieder geht. Andere vergleichen es mit Regelschmerzen, die ganz leicht sein können, manchmal aber auch deutlich intensiver. Und es gibt Schwangere, die diese Kontraktionen so stark wahrnehmen, dass sie sie für den Beginn der Geburt halten und vorsichtshalber in die Klinik fahren.

 

Was bedeutet es, wenn der Bauch hart wird? 

Fast jede Schwangere erlebt, dass der Bauch von Zeit zu Zeit hart wird, oft schon ab etwa der 16. Schwangerschaftswoche. Dann fühlt sich der ganze Bauch für 30 bis 60 Sekunden sehr fest an, meist ohne Schmerzen. Man sieht häufig, wie sich die Form durch die Anspannung kurz verändert, manchmal lässt sich sogar die Kontur des Babys erkennen.

Schwangere liegt im Bett und ruht sich aus

Im 2. und 3. Trimester kann dieses Hartwerden zum Beispiel durch das Dehnen der Gebärmutterbänder entstehen, oder es handelt sich um Braxton-Hicks-Kontraktionen. Auch äußere Faktoren können es begünstigen: starke Kindsbewegungen, Wetterwechsel, Stress, Müdigkeit oder zu wenig Flüssigkeit. Wenn Sie merken, dass es nach einem anstrengenden Tag, viel Gehen oder Tragen häufiger wird, gönnen Sie sich eine Pause und entspannen Sie. Nach einem bewegten Tag treten solche Anspannungen am Abend oft eher auf, wenn man endlich zur Ruhe kommt.

Das Hartwerden des Bauchs ist meist unbedenklich, wenn es nicht sehr stark ist, nicht zu häufig wird, sich nicht dauerhaft steigert und nicht mit Blutungen einhergeht. Wenn Sie eines davon bemerken, wenden Sie sich bitte ohne Zögern an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Als grobe Orientierung wird häufig genannt: 3 bis 4 Kontraktionen pro Stunde können noch im Rahmen liegen, insgesamt nicht deutlich mehr als etwa 10 bis 12 am Tag.

Was hilft, wenn der Bauch hart wird?

Ruhe, Hinlegen und bewusstes Entspannen helfen oft. Wenn Stress im Spiel ist, kann es entlasten, innerlich wieder zur Ruhe zu kommen. Trinken Sie ausreichend, gerade in der Schwangerschaft vergisst man das im Alltag schnell. Ob Magnesium sinnvoll ist, besprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, auch bis wann es in Ihrer Situation empfohlen wird. Wenn die Anspannungen sehr häufig, stark oder von anderen Symptomen begleitet sind, lassen Sie es bitte medizinisch abklären.

 

Können Wehen vor der 37. Woche ein Warnsignal sein?

Gebärmutteraktivität vor der 37. Woche bedeutet nicht automatisch eine Frühgeburt. Gerade in der frühen Schwangerschaft können das Wachstum der Gebärmutter oder das Ziehen an den Bändern Gefühle auslösen, die an Regelschmerzen erinnern. Auch Kontraktionen können bereits ab etwa der 16. Woche auftreten, häufig als harter Bauch, und ab etwa der 20. Woche können sie bei manchen Frauen sogar regelmäßig spürbar sein.

Trotzdem gilt: Krämpfe, starke Schmerzen oder Blutungen sollten immer ernst genommen werden, weil sie auch auf beginnende Wehen hinweisen können. In der Schwangerschaft ist es besser, bei allem, was sich nicht „normal“ anfühlt, frühzeitig medizinischen Rat einzuholen.

 

Verfasst von Mónika Veres


Quellen:

BARMER – Schwangerschaftskalender (Übungswehen/Braxton-Hicks, Unterschied zu echten Wehen, Muttermund bleibt geschlossen)

Gesundheitsinformation.de (IQWiG) – „Vorwehen/Übungswehen”

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