Apuka a nyakába ültette kisfiát és így bohóckodnak a tengerparton

Welche Rolle spielt der Vater im Leben eines Kindes?

Väter haben eine Bedeutung im Leben ihrer Kinder, deren Tiefe wir im Trubel des Alltags manchmal gar nicht vollständig wahrnehmen. In diesem Artikel teilen wir Gedanken von bekannten und anerkannten Fachpersonen, damit wir gemeinsam noch besser verstehen können, wie besonders und wertvoll diese Welt ist.

Väter bringen sich heute immer stärker in das Leben ihrer Kinder ein. Gleichzeitig verschwindet das traditionelle Familienmodell zunehmend, in dem Vater, Mutter und Kinder in derselben familiären Gemeinschaft aufwachsen.

Früher war es eher umgekehrt: Familien galten als besonders wertvoller Rahmen, dennoch trat die Rolle des Vaters in der Kindererziehung häufig in den Hintergrund. Seine Aufgabe war es, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen und Schutz zu geben. Väter verbrachten mit kleinen Kindern oft weniger Zeit, nach der Arbeit ruhten sie sich häufig allein aus, und die Ehefrau unterstützte sie dabei. Mit älteren Kindern, besonders mit Söhnen, konnten sie sich meist stärker beschäftigen, oft durch gemeinsame Arbeit, bei der die Kinder halfen.

Neuere Sichtweisen ermutigten Väter mit der Zeit, sich in der Erziehung einzubringen, auch um die Partnerin zu entlasten, damit sie sich ausruhen kann. Was jedoch lange weniger deutlich im Fokus stand, war der geistige Einfluss des Vaters auf das Kind, sein Vorbild, seine Fürsorge und seine emotionale Unterstützung.

 

Wie sind Väter heute?

Vater wechselt seinem kleinen Sohn die Windel und klemmt sich aus Spaß eine Wäscheklammer auf die Nase

In den letzten 50 Jahren haben sich viele Dinge verändert, und Väter sind immer stärker in die Kindererziehung hineingewachsen. Die Zahl derjenigen, die bei der Geburt ihres Kindes dabei sind, ist kontinuierlich gestiegen. Viele kümmern sich heute bewusst um Aufgaben rund um das Baby, stehen nachts mit auf, um zu helfen, und erleben die Belastungen und Aufgaben im Familienalltag als gemeinschaftlich.

Kinder großzuziehen ist für sie eine echte Freude, sie möchten nicht außen vor bleiben. Ihre emotionale Offenheit wird getragen von Aufmerksamkeit, Staunen und einer liebevollen Wertschätzung für ihr Kind. Viele erleben dabei ein neues, tieferes Verantwortungsgefühl.

 

 

Väter spielen eine wichtige Rolle bei der Emotionsregulation

Das gilt sowohl für Mädchen als auch für Jungen. Der Vater hat zudem eine sehr große Bedeutung für das Selbstwertgefühl. Zwei wichtige Botschaften, die ein Vater seinem Kind mitgeben sollte, sind: „Ich bin stolz auf dich, meine Tochter.“ und „Ja, das hast du gut gemacht, mein Sohn.“

Die Vater-Kind-Beziehung ist genauso wichtig wie die Mutter-Kind-Beziehung. Bei der Emotionsregulation ist die Rolle des Vaters sogar oft bedeutsamer als die der Mutter. Man kennt die Szene, in der der Vater das Kind hochhebt und wieder auffängt, während das Kind sich kurz erschreckt und zusammenzuckt. Genau dabei lernt es: Auch wenn ich Angst habe, fangen mich diese starken Hände immer wieder auf. Es erlebt Sicherheit, und die Gefühle beruhigen sich.

Der Vater spielt auch eine große Rolle dabei, wie ein Kind „in die Welt hinausgeht“. Viele erleben zum Beispiel, dass ein Kind sich leichter verabschiedet, wenn der Vater es in die Kita bringt. Die Anwesenheit des Vaters ist sehr wichtig. Viele Väter können sich ab etwa 1 bis 1,5 Jahren noch intensiver mit ihrem Kind verbinden. Wenn ein Vater sich schon vor der Geburt für die Pflege interessiert, an Programmen in der Schwangerschaft teilnimmt, seine Partnerin zum Arzt begleitet und sie bei der Geburt unterstützt, fühlt er sich später bei allen Aufgaben rund ums Baby deutlich näher dran und nicht ausgeschlossen. So kann er von Beginn an eine Beziehung zu seinem Kind aufbauen.

Achten wir bewusst auf gemeinsame, wertvolle Zeit mit dem Kind. Wenn ein Kind diese nicht bekommt, dann hat es zwar einen Vater, aber gleichzeitig „hat es ihn nicht“. Denn er fehlt im Alltag, die Beziehung wird leer. Das ist der wichtigste Punkt.

„Sehr wesentlich ist die qualitativ gute Präsenz des Vaters, seine Rolle und sein Verhalten in der Familie. Auch die Erinnerungen, Werte und Muster, die ein Kind von ihm bekommt, prägen sich für immer ein.“ (Prof. Dr. Emőke Bagdy)

 

Die Rolle des Vaters im Leben einer Tochter

Vater schaut begeistert, wie hübsch seine Tochter im Rock ist, sie zeigt sich ihm stolz

Natürlich kann auch die Mutter ihre Tochter loben, und das passiert auch. Für ein Mädchen ist es jedoch etwas anderes, wenn der Vater es tut. Nicht ohne Grund hört man oft, wie eine Mutter zur Tochter sagt: „Zeig es auch Papa, wie hübsch du bist.“ Dann tritt das Mädchen vor ihn, wirkt sichtbar etwas schüchterner, dreht sich aber mit einer gewissen Haltung. Und der Vater bestätigt damit ihre Weiblichkeit. Ein Mädchen kann im Blick eines Mannes zur Frau werden. Das wirkt auf ihr Selbstwertgefühl, es ist ein wichtiges Feedback.

 

Ein Mädchen braucht ein stabiles männliches Vorbild 

Väter geben ihren Töchtern nicht immer jene ausgeglichene emotionale Stabilität mit, die sie in der Pubertät festigen könnte. Sie brauchen ein starkes männliches Vorbild. Solange eine Tochter ihren eigenen Vater innerlich nicht „an seinen Platz“ gestellt hat, wird sie bei anderen Männern oft das suchen, was sie vom Vater nicht bekommen hat. Man kann sagen, sie sucht einen Ersatzvater, und in dieser Rolle bleibt sie in Beziehungen eher „das kleine Mädchen“ statt eine Frau zu sein.

 

Der Vater im Leben eines Sohnes

Vater bezieht seinen Sohn in handwerkliche Arbeiten ein und zeigt ihm den Umgang mit der Bohrmaschine

Wenn zwischen Vater und Sohn keine Rivalität, sondern Anerkennung herrscht, ist das für den Jungen wie eine Erlaubnis, er selbst zu sein. Der Vater zeigt ihm den Weg in die Welt: Mut, Grenzen setzen, Risiken einschätzen, männliche Rollenbilder. Wichtig ist auch, ob der Vater ihn in gemeinsame Tätigkeiten einbezieht, beim Basteln oder Reparieren. Lässt er ihn mitmachen, oder kritisiert er ihn ständig?

Auch im Erwachsenenalter bleibt bei manchen die Frage: Bin ich gut genug, wenn mein Vater mich nie anerkannt hat?

 

Mit dem Kind muss man immer über alles sprechen 

Die Familie ist für ein Kind weiterhin das wichtigste Umfeld, der entscheidende Ort, der Schutz geben und Lösungen bieten kann. Gleichzeitig gibt es heute viele Familien, die in einem schlechten Zustand sind und den Kindern kaum helfen können. Mütter sind in ihrer Rolle oft sehr erschöpft. Väter arbeiten und verdienen Geld.

Dennoch eilen viele Väter abends nach Hause, möchten Teil des Kinderalltags sein und übernehmen Aufgaben, manche gehen sogar in Elternzeit. Wenn ein Vater so handelt, kann sich die Familie stabilisieren, und auch die Beziehung der Eltern verbessert sich, was für das Kind sehr wichtig ist. Kinder reagieren nicht in erster Linie auf das, was wir sagen, sondern darauf, wie wir sind. Das nehmen sie unbewusst sehr genau auf.

Mit einem Kind muss man immer sprechen, über alles. Über Trennung, Tod, Traurigkeit, es sollten keine Tabus in der Familie entstehen. Denn das Kind spürt Probleme, erkennt aber nicht, was es empfindet, und erlebt dadurch dauerhaft eine große innere Anspannung.

 

Ein Kind beobachtet den Vater in echten Alltagssituationen

Es ist nicht die wichtigste Aufgabe eines Vaters, sein Kind ständig zu unterhalten. Viel wichtiger ist, dass das Kind ihn handeln sieht, sich in Situationen erlebt, in denen er kompetent ist. Der Wert des gemeinsamen Tuns steht an erster Stelle, ebenso wertvolle Zeit, möglichst auf natürliche Weise. Gerade zu Hause, im Alltag und bei Hausarbeit, kann ein Kind seinen Vater gut beobachten. Deshalb ist es wertvoll, auch bewusst Zeit zu zweit einzuplanen, so kann der Vater seine Werte weitergeben. Denken wir zum Beispiel an einen Spaziergang im Wald.

In der frühen Kindheit hat der Vater eine stabilisierende Rolle. Er kann Ruhe in das Familienleben bringen, indem er der Mutter eine Last abnimmt, beruhigt oder in einer Situation auch konsequent ist.

Auch für Mädchen ist das männliche Vorbild sehr wichtig. Denn ein Vater macht dieselbe Tätigkeit oft anders als eine Mutter. Er zeigt zum Beispiel, wie man etwas im Voraus plant. Ein Mädchen gestaltet etwas auch anders mit der Mutter als mit dem Vater.

 

Der Vater ist entscheidend für die emotionale Entwicklung

Wenn ein Vater emotional fördern kann, ist das von großem Wert. Diese starke, lebenslange Wirkung kann die Mutter auf diese Weise nicht in derselben Form geben. Ist der Vater jedoch ablehnend, kann das sehr negative Folgen haben. Warum? Weil Mütter oft mehr sprechen, Väter dagegen häufiger berühren. Sie spielen oft körperlicher: kitzeln, heben hoch, raufen spielerisch. Ihr Spielstil ist „riskanter“, lebhafter. Das Kind erlebt dabei Schreck, viele intensive Gefühle. Es kreischt, zittert, und spürt gleichzeitig: Ich bin sicher. Der Vater kann diese Spannung auch wieder beruhigen.

Mütter spielen häufig mehr Gesellschaftsspiele, erzählen mehr, was ebenfalls sehr wichtig ist. Dennoch kann Berührung, körperliche Nähe, Gefühle oft tiefer und unmittelbarer anstoßen.

Wenn kein männliches Vorbild im Leben eines Kindes vorhanden ist

Ein Großvater kann ein wertvolles männliches Vorbild für ein Kind sein

Wenn der Vater nicht mit der Familie lebt, sich selten sieht, die Eltern getrennt sind oder der Vater verstorben ist, bleibt es wichtig, dass ein männliches Vorbild im Leben des Kindes vorhanden ist, durch eine andere geeignete Person, etwa durch Großeltern oder einen Stiefvater. Es ist nicht dasselbe wie in einer vollständigen Familie aufzuwachsen. Auch die Art, wie ein Kind den Vater verliert, spielt eine Rolle. All das kann die Persönlichkeitsentwicklung beeinflussen, lässt sich jedoch in gewissem Maße ausgleichen. Wenn der Vater kein gutes Vorbild ist, kann das dem Kind auch Kraft geben, später zu entscheiden: Ich werde es einmal anders machen.


Verfasst von Mónika Veres


Quellen:

Kindergesundheit-Info (BZgA) – Vater, Mutter, Eltern sein (Väter als wichtige Bezugsperson, Beteiligung an Entwicklung)

Deutsches Jugendinstitut (DJI) – Der Einfluss des eigenen Vaters auf das Vatersein

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