Wickeln und Baden: Welche Utensilien brauchen Sie wirklich?
Das Wickeln und Baden gehört ab dem ersten Tag zu Ihrem Alltag. Beides sind einfache Routinen, für die vor allem solide Basisausstattung zählt. Unten finden Sie die wichtigsten Teile, mit Vor- und Nachteilen, damit Sie leichter entscheiden können, was in Ihr Zuhause passt.
Wickelkommode oder Auflage
Wie stellen Sie sich das Wickeln vor? Eigene Wickelkommode, Wickelauflage auf dem Bett oder direkt auf dem Kinderbett?
Wickelkommode
Ein Möbelstück, meist passend zum Kinderbett. Wichtig ist Sicherheit: erhöhter Rand, stabile Konstruktion, bequeme Arbeitshöhe, Stauraum. Nachteil: Das Baby liegt höher, deshalb niemals unbeaufsichtigt lassen, erst recht nicht, wenn es sich schon dreht.

Wickelauflage
Feste, abwischbare Auflage, oft direkt auf dem Kinderbett nutzbar, platzsparend. Achten Sie auch hier auf Sicherheitsränder. Niedrige Ränder bedeuten, dass sich drehende Babys leichter herunterrutschen können.
Viele Eltern wickeln mobile Babys am Bett. Dort ist die Fläche größer und das Sturzrisiko geringer. Schützen Sie die Bettwäsche mit einer wasserdichten Unterlage.
Einweg- oder Stoffwindeln
Einwegwindeln sind bequem, aber erzeugen viel Abfall. Manche Kinder reagieren auf Inhaltsstoffe empfindlich. Wählen Sie möglichst hautfreundliche Varianten und bleiben Sie bei einer Marke, die Ihr Baby gut verträgt.

Stoffwindeln sind eine nachhaltige und oft kostenschonende Alternative, bestehen aus hautfreundlichen Materialien und reduzieren Müll. Sie sind etwas voluminöser, müssen gewaschen werden und verlangen anfangs mehr Aufmerksamkeit beim Wechseln. Viele Kinder spüren Nässe besser, was die Körperwahrnehmung fördert.
Windeleimer
Wenn benutzte Windeln nicht im Hausmüll landen sollen, hilft ein Windeleimer mit Geruchsverschluss. Für unterwegs gibt es hängbare Wetbags oder dichte Windelbeutel.
Feuchttücher und Wundschutzcreme
Feuchttücher sind praktisch, enthalten aber oft Zusatzstoffe. Empfindliche Haut kann reagieren. Eine sanfte Alternative sind selbstgemachte Tücher aus Wasser und etwas Öl. Wenn Sie fertige Tücher nutzen, wählen Sie hypoallergene Produkte mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen. Achten Sie darauf, dass das Tuch nicht kalt ist.
Bei Wundschutzcreme gehen die Empfehlungen auseinander. Fragen Sie Ihre Kinderärztin oder Hebamme. Ziel ist Schutz vor Feuchtigkeit und Reizung. Prüfen Sie die INCI-Liste und meiden Sie potenziell reizende Duftstoffe, Parabene und Mineralöle.

Babybadewanne
Überlegen Sie, wo Sie baden möchten. Wichtig sind warme Raumtemperatur und ausreichend Platz. Es gibt verschiedene Größen und Formen.
Einige Wannen haben eine integrierte Sitzverkleinerung für mehr Halt. Alternativ kann eine separate Einlage genutzt werden. Antirutsch-Zonen sind praktisch, eine Stoffwindel am Wannenboden funktioniert ebenfalls.

Beliebt ist auch die Badetonne für Neugeborene. Darin sitzt das Baby in einer embryonalen Haltung, die den Übergang vom Mutterleib in die neue Umgebung sanft gestaltet.
Kapuzenhandtuch und Mulltuch
Achten Sie bei Handtüchern auf natürliche Fasern wie Baumwolle, Frottee, Flanell oder Bambus. Sie sollten weich sein und gut saugen. Kapuzenhandtücher halten das Köpfchen warm.
Das Kipptuch/Mulltuch aus dicht gewebter Baumwolle ist ein klassischer Allrounder: groß, saugfähig, kochfest und vielseitig.
Baby-Nagelschere
Babynägel sind weich, die Finger winzig. Nutzen Sie eine kleine Schere mit abgerundeter Spitze und rutschfestem Griff. Es gibt Modelle mit nickelfreier Beschichtung. Schneiden Sie am besten, wenn Ihr Baby ruhig ist oder schläft.
Verfasst von Mónika Veres
Quellen:
BZgA – Kindergesundheit-Info: „Das Baby richtig wickeln”
BZgA – Kindergesundheit-Info: „Das Baby baden”
