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Anzeichen der Geburt, wann sollten Sie in die Klinik fahren?

Die ersten Anzeichen einer beginnenden Geburt können von Frau zu Frau unterschiedlich sein, und sogar bei derselben Mutter kann es sich in verschiedenen Schwangerschaften anders zeigen. In den meisten Fällen dauert die erste Geburt länger. Bei der zweiten, besonders bei der dritten, kann es deutlich schneller gehen, dadurch bleibt oft weniger Zeit zur Vorbereitung.

Die wichtigste Frage ist natürlich: Wann sollten Sie in die Klinik fahren, und wann können Sie sicher sein, dass es jetzt wirklich losgeht und nicht nur um Vorzeichen in den Tagen vor der Geburt geht? Wir sprechen auch darüber, was Sie tun können, wenn es nicht mehr rechtzeitig in die Klinik reicht und Ihr Baby ohne fachliche Unterstützung zur Welt kommt.

Schwangere ruft vor der Geburt Hilfe an, wissen, wann man losfahren sollte

Bevor wir die häufigsten Zeichen durchgehen, schauen wir kurz darauf, welche Prozesse während der Geburt im Körper ablaufen. So werden auch die Begleiterscheinungen verständlicher.

 

Hormonelle Prozesse, die die Geburt unterstützen

In der Schwangerschaft spielt das Hormon Progesteron eine wichtige Rolle. Es schützt die Schwangerschaft, indem es unter anderem die Bildung von Prostaglandinen hemmt, die Wehen ermöglichen würden. Dadurch bleibt die Gebärmutterwand stabil.

Wenn die Nebennieren des Babys ausreichend gereift sind, produziert das Baby Hormone, die die Bildung von Prostaglandinen fördern. Prostaglandine machen die Gebärmutter empfindlicher für Kontraktionen und erhöhen die Anzahl der Oxytocin-Rezeptoren. Dadurch kann sich die Gebärmutter später unter dem Einfluss von Oxytocin stärker zusammenziehen. So kann die Geburt beginnen.

 

Mögliche Anzeichen, dass die Geburt startet

Wehen

Schon etwa ab der 36. bis 37. Schwangerschaftswoche können sogenannte Vorwehen auftreten. Sie sind meist unregelmäßig und eher mild. Auch Wetterwechsel können dazu beitragen, dass sie häufiger wahrgenommen werden. Diese Kontraktionen unterscheiden sich jedoch von den Wehen einer echten Geburtsphase.

Manche Schwangere spüren keine Vorwehen, andere schon. Diese Kontraktionen sind sozusagen Vorbereitung: Der Gebärmutterhals wird weicher, bewegt sich nach vorn und wird dünner. Der Körper stellt sich auf die Geburt ein. Meist öffnet sich der Muttermund dabei noch nicht, es kann aber vorkommen, dass sich bereits etwas verändert.

Bei manchen fühlt es sich wie ein „Hartwerden“ des Bauches an, bei anderen eher wie menstruationsähnliche Schmerzen. Ab der 37. Woche muss man sich davor in der Regel nicht mehr fürchten. Wenn Sie diese Beschwerden davor wahrnehmen, sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme, denn es kann auch ein Hinweis auf eine Frühgeburt sein.

Nach der 37. Woche müssen Sie allerdings nicht sofort in die Klinik, solange es noch keine klaren Zeichen einer aktiven Geburt gibt.

Vorwehen oder echte Geburtswehen?

Bei Vorwehen kommen die Schmerzen unregelmäßig, oder sie bleiben über Stunden und sogar Tage in einem ähnlichen Rhythmus, ohne sich weiterzuentwickeln. Wenn Sie unsicher sind, können Sie in eine warme Badewanne gehen, aber nur, solange die Fruchtblase noch intakt ist. Wenn die Beschwerden danach nachlassen, ist es vermutlich noch nicht der Beginn der aktiven Geburt.

Bei echten Geburtswehen werden die Kontraktionen stärker, häufiger und länger. Manchmal können Vorwehen allmählich in diese Phase übergehen. Bis dahin können jedoch auch mehrere Tage vergehen. Vorwehen können zwischendurch stoppen und später wieder beginnen, und irgendwann geht es dann fast unbemerkt in den Geburtsverlauf über.

Bei Vorwehen können Sie grundsätzlich Ihren Alltag weiterführen, kochen, spazieren, sofern keine Schonung angeordnet wurde. Am Abend ist Erholung besonders wichtig, damit Sie Kraft für die Geburt sammeln. Wenn Sie nicht schlafen können, müssen Sie trotzdem nicht in Panik geraten. Zu Beginn gibt es oft noch Pausen, in denen Sie zwischen den Kontraktionen etwas ruhen können.

Wie fühlen sich Geburtswehen an?

Am Anfang ähneln sie häufig einem Menstruationskrampf. Sie sind noch nicht so stark, dauern etwa 20 bis 30 Sekunden, und die Pausen sind länger, oft 10 bis 15 Minuten. In der frühen Phase wirkt es noch nicht extrem, Sie müssen dann meist noch nicht angespannt jede Minute zählen.

Später werden die Wehen stärker, unter anderem durch das Ziehen und Spannen der Mutterbänder. Es fühlt sich dann eher wie ein intensiver Krampf an und wird schwerer auszuhalten. Die Schmerzen können im Unterbauch, im unteren Rücken, aber auch im Bereich von Damm und Scheide spürbar sein. Manche spüren sie mehr im Bauch, andere stärker im Rücken.

In dieser Phase hilft oft vor allem ruhiges Atmen: durch die Nase ein, durch den Mund aus, langsam. Halten Sie den Atem möglichst nicht an. Wenn Sie die Luft anhalten, verspannen sich die Muskeln stärker, die Schmerzen können intensiver wirken, und es steht weniger Sauerstoff zur Verfügung. Auch Ihr Baby braucht Sauerstoff. Atmen Sie daher auch während der Kontraktionen weiter.

Schwangere sitzt wegen Wehen auf dem Bett und hält den Bauch

Die Wehen werden zunehmend kräftiger, kommen dichter und irgendwann können Sie kaum noch etwas anderes tun, als sich darauf zu konzentrieren.

Wenn die Wehen seit etwa einer Stunde alle 8 bis 10 Minuten kommen, ist es sinnvoll, in die Klinik zu fahren. Bei der ersten Geburt gehen viele in der Regel bei 6 bis 7 Minuten Abstand. Bei einer zweiten Geburt sollte man schneller reagieren. Wenn beim letzten Kontrolltermin der Muttermund bereits geöffnet war, ist ebenfalls Eile geboten, weil die Öffnung dann schneller voranschreiten kann.

Sie können Stuhldrang spüren, weil das Baby auf den Darm drückt, das bedeutet aber noch nicht automatisch, dass die Pressphase beginnt.

Kurz vor der Pressphase können die Wehen manchmal etwas nachlassen, als würden sie seltener werden. Es kann sich weniger schmerzhaft anfühlen, trotzdem arbeitet der Körper weiter. Wenn der Muttermund vollständig eröffnet ist und es sich so anfühlt, dass Sie drücken möchten, ist der Körper bereit für die Austreibungsphase.

Die Presswehe beginnt eher oben am Bauch und „schiebt“ das Baby aus der Gebärmutter. Auch dann gilt: weiteratmen. Versuchen Sie beim Ausatmen zu pressen. Hören Sie auf Ihr Gefühl und folgen Sie den Impulsen Ihres Körpers.

Für viele Frauen ist diese Phase nicht unbedingt schmerzhafter, manchmal lenkt die Konzentration auch ab. Bei anderen ist sie sehr anstrengend. Wenn es sich für Sie schwer anfühlt, ist das ebenso normal.

Abgang oder Tröpfeln von Fruchtwasser

Wenn Fruchtwasser abgeht oder tröpfelt, sollten Sie ebenfalls in die Klinik fahren.

Reißt die Fruchtblase eher unten, kann mehr Flüssigkeit auf einmal abgehen. Reißt sie weiter oben, kann es eher langsam tröpfeln.

Beim Tröpfeln ist man manchmal unsicher, ob es Fruchtwasser oder nur Urin ist. Sie können sich helfen, indem Sie eine Serviette oder ein Stück Küchenpapier in die Unterwäsche legen und husten. Durch den Druck kann sich dann erneut Flüssigkeit zeigen. Es gibt außerdem in Apotheken Einlagen, die sich bei Fruchtwasser farblich verändern, aber nicht bei Urin.

Achten Sie auch auf die Farbe. Wenn sie klar oder leicht rosig ist, ist das in der Regel unauffällig, und Sie können ruhig in die Klinik fahren.

Wenn die Flüssigkeit jedoch verfärbt ist, grünlich wirkt oder sichtbare Bestandteile enthält, kann es sich um mekoniumhaltiges Fruchtwasser handeln. Dann sollten Sie sehr schnell in die Klinik. Wenn der Weg weit ist, kann es sinnvoll sein, den Rettungsdienst zu rufen, weil dies auch auf eine Belastung mit Sauerstoffmangel hinweisen kann.

Abgang des Schleimpfropfs

Der Schleimpfropf ist eine zähe, gelartige, oft rosige Masse, die am Muttermund vor Infektionen schützt. Wenn er abgeht, müssen Sie nicht sofort losfahren. Er kann ein bis zwei Wochen vor der Geburt abgehen, oder erst während der Geburt. Allein wegen des Schleimpfropfs muss man in der Regel noch nicht in die Klinik.

Blutung

Wenn Sie nur eine kleine rosige oder leicht rötliche Spur in der Unterwäsche sehen, müssen Sie nicht sofort in Panik geraten, rufen Sie aber Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Hebamme an. Wenn Sie niemanden erreichen, fahren Sie zur Kontrolle in die Klinik. Wenn die Blutung wiederkehrt, sollten Sie dringend in die Klinik. Bei einer stärkeren Blutung ist es besser, den Rettungsdienst zu rufen.

Nestbautrieb

Viele Schwangere spüren kurz vor der Geburt den stärkeren Impuls, Dinge für das Baby zu ordnen oder das Zimmer fertig zu machen. Dieser Nestbautrieb kann die gesamte Schwangerschaft begleiten, kurz vor der Geburt wird er manchmal intensiver. Weniger Stress entsteht, wenn die Erstausstattung bereits deutlich vor dem großen Tag vorbereitet ist.


Was tun, wenn Sie nicht rechtzeitig in die Klinik kommen?

Damit Sie sich sicherer fühlen, ist es gut, einen Plan zu haben, was passiert, wenn es nicht mehr rechtzeitig reicht. Bei der ersten Geburt ist das eher selten, bei einer dritten kann es eher vorkommen. Es hilft, sich darauf vorzubereiten, was zu tun ist, wenn das Baby im Auto, auf einem Parkplatz oder zu Hause zur Welt kommt.

Wichtig ist, dass auch Ihr Partner vorher weiß, wie er Sie unterstützen kann.

Wenn Sie spüren, dass Sie pressen müssen, sollten Sie nicht mehr versuchen, in die Klinik zu fahren. Dann kommt Plan B.

Wenn Sie im Auto sind, sollte Ihr Partner anhalten, aber nicht hektisch irgendwo, sondern an einem sicheren Ort, idealerweise auf einem regulären Parkplatz.

Schwangere sitzt im Auto vor der Geburt und hält den Bauch, Partner sitzt daneben

Versuchen Sie nicht zu panisch zu werden. Es ist ein natürlicher Prozess. Stellen Sie es sich nicht wie im Film vor, der Körper weiß meist sehr genau, was zu tun ist.

Nach dem Anhalten können Sie Kleidung ausziehen, sie kann als Unterlage dienen. Ihr Partner kann dabei helfen. Finden Sie eine bequeme Position. Es muss nicht unbedingt Rückenlage sein, auch Knien kann möglich sein. Wichtig ist, dass Sie oder Ihr Partner das Baby sicher auffangen können, damit es nicht fällt.

Wenn es die Situation zulässt, sollte Ihr Partner die 112 anrufen. Sicherheit geht vor. Es kann sein, dass er erst nach der Geburt anrufen kann.

Beim Pressen hilft es oft, nicht zu viel nachzudenken, sondern dem Körper zu folgen. Ihr Partner sollte nicht am Baby ziehen. Seine Aufgabe ist es, das Baby zu sichern und aufzufangen, wenn es kommt. Danach kann er Ihnen das Baby so geben, wie es die Nabelschnur erlaubt. Die Nabelschnur muss nicht durchtrennt oder manipuliert werden, das übernimmt später die Fachhilfe. Wichtig ist Hautkontakt, legen Sie Ihr Baby auf Ihren Körper. Decken Sie sich gemeinsam zu. Der Körper der Mutter wärmt das Baby, die Decke schützt zusätzlich.

Was ist, wenn das Baby schwer atmet oder die Atmung stockt?

Manche Mütter entfernen in solchen Situationen Sekret aus Nase und Mund. Wenn Sie sich unsicher fühlen, ist es umso wichtiger, so schnell wie möglich professionelle Hilfe zu erreichen.

Was ist, wenn bis zur Geburt der Plazenta noch keine Hilfe da ist?

Dann ist ein Handtuch oder etwas Ähnliches sinnvoll, um Blut aufzufangen, bis Unterstützung eintrifft.

Wenn Sie weiter schauen möchten:

Helios Kliniken: Frag die Docs – Geburtshilfe

Gefühle nach der Geburt

Jede Geburt ist anders. Vielleicht erleben Sie sie als Wunder, vielleicht gibt es auch Anteile, die Sie später verarbeiten müssen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Erfahrung von etwas Belastendem begleitet war, holen Sie sich Unterstützung. Sie sind damit nicht allein.

 

Verfasst von Katalin Gyenes


Quellen:

gesundheitsinformation.de (IQWiG) -
Geburt

frauenaerzte-im-netz.de - Geburtsphasen

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