Hogyan fejlődik a baba látása?

Wie entwickelt sich das Sehvermögen Ihres Babys? (0–24 Monate)

Wir haben für Sie spannende Infos zur Sehentwicklung von Babys von 0 bis 24 Monaten gesammelt. Viele Eltern fragen sich: Was sieht mein Kind direkt nach der Geburt, und wann erkennt es Dinge bewusst?

Das Sehen reift nicht „für sich allein“. Es hängt eng zusammen mit Bewegungsentwicklung, Koordination, Gleichgewicht und räumlicher Orientierung. Indirekt beeinflusst es auch Kommunikation, Sozialverhalten und sogar das Hören. Deshalb lässt sich die Sehentwicklung am besten im Zusammenspiel mit diesen Bereichen verstehen.

 

Das Sehvermögen von Neugeborenen ist noch sehr unreif

Im Mutterleib erhält das visuelle System nur wenig Reize, auch wenn es nicht in völliger Dunkelheit ist. Nach der Geburt nimmt Ihr Baby zunächst vor allem starke Kontraste wahr. Besonders gut funktionieren Muster wie Schwarz-Weiß, Dunkelblau-Weiß oder klare Hell-Dunkel-Übergänge, also Licht- und Schattenunterschiede.

Mit der Zeit wächst die Neugier auf die Umgebung. Ihr Baby sieht anfangs noch verschwommen, kann aber bereits Blicke auf auffällige Dinge richten und ihnen teils mit den Augen folgen. Dass die Augen in den ersten Wochen manchmal nicht ganz „gleich laufen“ (kurzzeitiges Schielen) kann vorkommen, weil die Koordination und das Nervensystem noch reifen.

Baby hält beim Stillen Blickkontakt und schaut das Gesicht der Mutter an

Die Natur hat es schön eingerichtet: In dieser Phase sieht Ihr Baby besonders gut in einer Entfernung, die ungefähr dem Abstand beim Stillen entspricht. Das sind etwa 30 cm.


Die Phase des „Händeschauens“ beginnt 

Zwischen dem 2. und 4. Monat verfolgt Ihr Baby Dinge immer häufiger auch durch Kopfbewegungen. Kontraste sind weiterhin besonders interessant, gleichzeitig wird das Sehen schärfer und der Fokuswechsel gelingt schneller. Viele Babys verbringen nun viel Zeit damit, ihre Hände und Fingerbewegungen zu beobachten.

 

Gesichter werden immer besser erkannt 

Ihr Baby beginnt, Konturen, Gesichtszüge und Details genauer zu unterscheiden. In diesem Zeitraum harmonisieren sich Augen und Gehirn zunehmend, sodass sich das räumliche Sehen entwickelt. Das ist wichtig für Bewegung und Orientierung.

Rund um den 4. Monat lohnt es sich, aufmerksam zu sein: Die Bildschärfe ist in dieser Entwicklungsphase besonders relevant. Wenn ein Auge dauerhaft nur ein unscharfes Bild liefert, kann das Gehirn dieses Bild „unterdrücken“. Bleibt das unbehandelt, kann sich eine Sehschwäche festigen (Amblyopie). Deshalb sind Vorsorge und Abklärung bei Auffälligkeiten wichtig.

Um den 5. Monat herum erkennt Ihr Baby Ihr Gesicht sehr zuverlässig und verfolgt Sie mit dem Blick. Spielzeug wird nicht nur angeschaut, sondern auch gegriffen, in den Mund genommen und ertastet. Die Hand-Mund-Koordination wird deutlich besser. Weil Ihr Baby auch ganz nah fokussiert, wird plötzlich sogar das kleinste Krümelchen auf dem Boden „spannend“: Vorsicht mit kleinen Teilen, die leicht im Mund landen.

 

Mit etwa 6 Monaten wird die Umgebung deutlich „lesbarer“ 

Nun kann Ihr Baby Menschen, Gegenstände und auch kleinere Details besser erfassen. Strukturierte Dinge werden gern untersucht: Löcher werden mit den Fingern erkundet, Erhebungen werden auch mit dem Mund „abgetastet“.

Entfernungen und Tiefe werden allmählich wahrnehmbar, aber noch nicht zuverlässig. Deshalb ist Vorsicht wichtig, zum Beispiel bei erhöhten Flächen. Gleichzeitig wächst das Interesse an Gegenständen in der Wohnung, und Ihr Baby versucht zunehmend, dorthin zu gelangen. Sinnvoll ist es, in etwas Abstand interessante, sichere Dinge anzubieten, gern auch ungefährliche Haushaltsgegenstände.

 

Ab etwa 9 Monaten sind die Grundfunktionen des Sehens weit entwickelt 

Das räumliche Sehen wird immer feiner. Ihr Baby erkennt besser, wie Dinge zueinander stehen, kann sie voneinander unterscheiden und passt seine Bewegungen daran an. Das Zusammenspiel aus Sehen und Bewegung ist jetzt besonders wichtig.

Bücher werden interessanter: Formen auf der Seite werden erkannt und mit dem verbunden, was Ihr Baby „in echt“ schon gesehen hat.

 

Ab dem 1. Geburtstag „trainiert“ Ihr Kind sein Sehen spielerisch 

Ihr Kind liebt Bewegungen, bei denen es Nähe und Distanz, Licht und Schatten sowie Perspektiven erleben kann, manchmal sogar „kopfüber“. Auch weiter entfernte Dinge werden jetzt gut gesehen.

Bilderbücher bleiben beliebt. Achten Sie darauf, dass Figuren gut erkennbar sind und nicht zu abstrakt wirken.

Auch in diesem Alter können Auffälligkeiten sichtbar werden: Stolpern, häufiges Anstoßen oder Unsicherheit kann ein Grund sein, das Sehen fachärztlich prüfen zu lassen.

 

Mit etwa anderthalb Jahren fallen immer mehr Details auf

Kleinkind schaut ein Bilderbuch an und zeigt auf ein Detail

Beim Anschauen von Büchern zeigt Ihr Kind gezielt auf bekannte Kleinigkeiten. Es sucht Details oft regelrecht, zum Beispiel eine Blume in der Hand einer Figur oder ein kleines Tier im Hintergrund.

Interessant ist außerdem: Für das Gleichgewicht sind in dieser Phase beide Augen besonders wichtig. Wenn ein Auge nicht gut „mitarbeitet“, kann das die Stabilität und Orientierung beeinflussen.

Statt Bildschirmzeit kann eine gemeinsame Alternative sein, Bilder zu projizieren oder Geschichten „lebendig“ zu erzählen. Unterschiedliche Stimmen, Rollen und kleine Mitmachmomente machen daraus eine sehr intensive gemeinsame Zeit.

 

Ab etwa anderthalb Jahren stapelt Ihr Kind Dinge gezielter 

Ihr Kind beginnt zu bauen und zu stapeln. Das gelingt, weil es Abstände und räumliche Beziehungen inzwischen deutlich besser einschätzt. Auch die Handbewegungen werden präziser: Gegenstände werden vorsichtiger abgelegt, zuerst mit wenigen Teilen, später beim klassischen Bauen mit Klötzen.

Farben werden gut erkannt und oft bewusst ausgewählt.

Draußen sein unterstützt zusätzlich: Natur bietet Raum, Entfernungen, Licht, Schatten und viele Reize, die die Sinneswahrnehmung weiter verfeinern.

Kleinkind malt am Tisch mit großen, schwungvollen Bewegungen

Malen ist ein wichtiges Mittel, um „Spuren zu hinterlassen“. Anfangs sind es große, schwungvolle Kritzeleien, und das ist völlig normal. Kinder sind stolz auf ihre Werke: Hängen Sie Bilder ruhig sichtbar auf, damit Ihr Kind zeigen kann, was es geschaffen hat.

 

Verfasst von Mónika Veres

Quellen:

kindergesundheit-info.de (BZgA / BIÖG) – Das Sehvermögen des Säuglings

Gesundheitsinformation.de (IQWiG) – Schwachsichtigkeit (Amblyopie) bei Kindern

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