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Wie bereiten Sie Ihr Kind auf die Ankunft eines Geschwisterchens vor?

Möchten Sie Ihrem Kind den Start mit dem neuen Geschwisterchen erleichtern? Dann ist es eine gute Entscheidung, sich bewusst darauf vorzubereiten. Für die ganze Familie beginnt eine neue Zeit, doch die größte Umstellung erlebt oft das ältere Kind. Helfen wir ihm dabei, sich sicher zu fühlen und gut in die neue Situation hineinzuwachsen.

Damit sich beide Kinder in der größeren Familie wohlfühlen, lohnt es sich, auf ein paar Dinge besonders zu achten. Am wichtigsten ist regelmäßige, echte Aufmerksamkeit für Ihr älteres Kind. Wenn es spürt, dass es weiterhin gesehen wird, kann es die Ankunft des Babys meist viel leichter annehmen und sich auch an den gemeinsamen Jahren freuen.

 

Starten wir mit ein paar hilfreichen Ideen

Großvater schaut mit seinem Enkel ein Fotoalbum an und spricht über die Babyzeit

  • Setzen Sie sich mit Ihrem Kind hin und schauen Sie gemeinsam Fotos aus seiner Babyzeit an. Weil das Baby anfangs viel Aufmerksamkeit bekommen wird, tut es dem älteren Kind gut zu sehen, dass auch seine Ankunft damals genauso liebevoll erwartet wurde. So fühlt es sich weniger wie in Konkurrenz, sondern versteht: Es hatte seinen ganz eigenen, besonderen Platz.

 

  • Beziehen Sie Ihr Kind gern in die Namenswahl ein. Notieren Sie als Eltern ein paar Namen, die Sie wirklich passend finden, und lassen Sie Ihr Kind daraus seinen Favoriten wählen. Das kann helfen, das Baby innerlich näher an sich heranzulassen.

 

  • Auch bei Vorbereitungen rund um das Baby, zum Beispiel beim Aussuchen von Kleidung oder beim Einrichten des Babyzimmers, darf Ihr Kind dabei sein. Wenn es miterlebt, was passiert, wird der ganze Prozess vertrauter und natürlicher.

 

Wenn das Baby schon da ist, helfen diese Punkte zusätzlich:

  • Weil das Neugeborene unweigerlich mehr Zeit braucht, kann es entlastend sein, das ältere Kind in kleine Aufgaben einzubeziehen, ganz ohne Druck.

 

  • Planen Sie außerdem bewusst eigene Zeit nur für das große Kind ein, als echtes „nur für dich“. Das kann zu zweit sein, oder als kurzer Moment nur mit Mama und Papa. Dabei erlebt Ihr Kind, dass es Aufmerksamkeit bekommt, die nicht geteilt werden muss. Der Papa kann hier viel auffangen, mit Spielen, Spazierengehen oder einem kleinen Ausflug. Gleichzeitig ist es auch wichtig, dass die Mama solche Momente ermöglicht, sobald das Baby kurz gut betreut ist. Denn oft fehlt dem älteren Kind genau diese Nähe zur Mutter besonders.

 

  • Auch wenn Sie als Familie zu viert zusammen sind, fühlt es sich für das große Kind nicht automatisch gleich an, weil das Baby in dieser Situation meist trotzdem mehr Aufmerksamkeit bekommt.

 

  • Wenn Verwandte und Besucher kommen, bitten Sie sie ruhig, auch das große Kind bewusst zu beachten, es zu loben und ihm vielleicht eine kleine Freude mitzubringen. Und wenn das nicht von allein passiert, können Sie es im Gespräch selbst aufgreifen, was Ihr Kind schon alles kann und worauf es stolz sein darf.

 

Kann das ältere Kind kurz auf das Baby aufpassen?

Wenn der Altersabstand groß genug ist und Sie Ihrem Kind eine kleine Aufgabe zutrauen, kann das für einen sehr kurzen Moment möglich sein. Trotzdem sollten Sie gut abwägen, ob Sie einem Kind eine Verantwortung geben möchten, die eigentlich erwachsenen Maßstäben entspricht. Ein Kind kann in eine Situation geraten, die es nicht einschätzen oder lösen kann.

Auch längere Zeiträume sollten Sie nicht erwarten. Ihr älteres Kind braucht selbst noch Raum zum Spielen und ist nicht dafür da, dauerhaft Verantwortung für ein Baby zu tragen.

 

Respektieren Sie die Spielsachen des älteren Kindes

Sorgen Sie dafür, dass die Spielsachen und Dinge Ihres großen Kindes geschützt bleiben, auch wenn das Baby später mobiler wird. Es ist wichtig, dass Ihr Kind seinen eigenen Bereich behalten darf und nicht das Gefühl bekommt, das Baby nehme ihm etwas weg oder gefährde seinen Platz.

Wenn das Baby größer ist und das ältere Kind mit ihm spielen und sprechen kann, wird es oft leichter, sich einzubringen. Mit der Zeit entstehen mehr gemeinsame Momente, und beide haben häufiger Freude miteinander.

 

Gestalten Sie die neue Situation so natürlich wie möglich

Als Grundhaltung hilft es, wenn in der Familie vermittelt wird: Es ist etwas ganz Normales, Geschwister zu bekommen. Es gibt viele Kinderbücher, die diese Veränderung sanft erklären und Kindern helfen, ihre Gefühle besser einzuordnen.

Das ältere Kind hat oft stärkere emotionale Bedürfnisse als das Baby. Darum ist es sinnvoll, den Fokus bewusst auch auf das große Kind zu legen. Lassen Sie den gewohnten Tagesablauf so stabil wie möglich. Gemeinsame Zeit, Abendrituale, Vorlesen, diese Dinge geben Sicherheit. Zusätzlich hilft es, wenn Ihr Kind kleine Extraportionen Nähe bekommt, zum Beispiel am Abend beim Zubettgehen.

 

Was ist Geschwistereifersucht und woran erkennen Sie sie?

Zwei Geschwister streiten sich, weil beide Aufmerksamkeit möchten

Wenn der Alltag startet, begegnen viele Familien Reaktionen, die klar nach Eifersucht aussehen. Manchmal wirkt es, als würde das ältere Kind in der Entwicklung kurz stehen bleiben oder sogar in frühere Verhaltensweisen zurückfallen. Trotz, Daumenlutschen, aggressives Verhalten oder auch übertriebene Liebesbekundungen können vorkommen. Wichtig ist, diese Reaktionen anzunehmen, denn sie sind grundsätzlich normal.

Geschwistereifersucht gehört häufig zur Geburt eines Geschwisterchens dazu. Als Eltern ist es hilfreich zu wissen: Diese Gefühle sind natürlich, sie dürfen da sein, und man sollte sie nicht verbieten. Denn mit dem Baby verändert sich auch die Rolle des zuvor einzigen Kindes, und daran muss es sich erst gewöhnen.

Zusätzliche Veränderungen können die Situation erschweren, zum Beispiel wenn gleichzeitig der Start in die Kita oder Schule ansteht oder wenn plötzlich ein Teil des Zimmers geteilt werden muss. Kinder erleben vieles stark aus ihrer eigenen Perspektive, deshalb kann es sich für sie so anfühlen, als würden sie „verdrängt“. Achten Sie deshalb darauf, Veränderungen möglichst nicht zu bündeln. Oft ist es leichter, wenn nur eine größere Umstellung nach der anderen kommt. Ungünstig kann es zum Beispiel sein, wenn die Heimkehr des Babys zeitlich genau mit dem ersten Kita Start zusammenfällt.

Im Inneren des Kindes können sehr gemischte Gefühle gleichzeitig auftauchen. Und später kann es auch beim jüngeren Kind ähnlich sein, wenn das große Kind altersbedingt Vorteile hat. Es darf vieles früher, geht früher in Kita und Schule, das prägt die Geschwisterdynamik oft über Jahre. Für jüngere Geschwister kann das frustrierend sein, bis sie ihren eigenen Weg finden. Dieses Unterscheiden voneinander ist jedoch auch etwas Gutes, denn so entsteht für beide ein eigener Bereich. Aus Konkurrenz können mit der Zeit Kooperation und Miteinander wachsen.

 

Kann Geschwistereifersucht langfristige Folgen haben?

Ein häufiger Stolperstein ist, dass manche Familien Eifersucht als etwas rein Negatives sehen, das möglichst schnell verschwinden muss. Wenn Eltern das stark erzwingen, weil sie nach außen „alles harmonisch“ zeigen möchten, entsteht Druck. In Geschwisterbeziehungen gibt es Rivalität, und das ist normal.

Konflikte sind nicht nur schlecht. Kinder können daran wachsen. Sie lernen, Kompromisse zu finden, zu verhandeln, sich auszudrücken, zu teilen und auch mal nachzugeben. Das sind Fähigkeiten, die selbst Erwachsenen nicht immer leichtfallen. Sie können Ihre Kinder dabei unterstützen, indem Sie mit ihnen spielen und ihnen zeigen, wie man Situationen fair lösen kann.

Akzeptieren Sie die Gefühle Ihres Kindes. Gefühle dürfen sein, verletzendes Verhalten darf jedoch nicht erlaubt werden.

 

„Bringen wir das Baby zurück ins Krankenhaus.“

Manchmal sagt das ältere Kind Sätze, die uns erschrecken oder sehr treffen. Versuchen Sie, diese Worte als Ausdruck einer Überforderung zu verstehen. Ihr Kind steckt in einer schwierigen Umstellung, und es darf Gefühle haben. Wenn wir diese Gefühle abwerten, unterdrücken oder das Kind dafür beschämen, lernt es möglicherweise, sie später nicht mehr zu zeigen.

Mutter sitzt mit ihren Kindern am Boden und hilft, einen Streit ruhig zu klären

Kinder lernen am stärksten durch das Vorbild der Eltern, wie man zusammenlebt und miteinander umgeht. Daran dürfen wir denken, wenn es Streit gibt. Spielen Sie auch bewusst Spiele, in denen Zusammenarbeit möglich ist, damit Kinder erleben: Gemeinsam geht es auch.


Verfasst von Mónika Veres

Quellen:

Techniker Krankenkasse (TK): Geschwisterchen: Wie bereitet man sein Kind auf das neue Baby vor?

kindergesundheit-info.de (BIÖG): Geschwister untereinander

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