Kislány megkapja a kötelező oltását, közben a mackóját szorítja

Welche Impfungen sind für Ihr Kind vorgesehen?

Noch vor wenigen Generationen hatten Eltern große Angst, wenn ihr Kind Fieber bekam oder stark hustete. Viele Infektionskrankheiten, die heute durch Impfungen verhindert werden können, verliefen früher deutlich schwerer und konnten bleibende Schäden hinterlassen. Impfungen haben hier viel verändert: Ausbrüche wurden seltener, und Erkrankungen, die früher häufig waren, treten heute deutlich seltener auf.

Gerade im ersten Lebensjahr ist es wichtig, den Impfschutz frühzeitig aufzubauen. Impfungen schützen nicht nur Ihr Kind vor schweren Verläufen, sondern tragen auch zum Schutz der Gemeinschaft bei. In Deutschland orientieren sich Ärztinnen und Ärzte an den Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission). Viele Impfungen starten bereits in den ersten Lebenswochen und werden im Kleinkindalter in mehreren Terminen vervollständigt.

In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über den aktuellen STIKO-Impfkalender 2026 bis zum Alter von etwa 6 Jahren. Bitte verstehen Sie das als Orientierung: Bei Fragen zu Impfungen wenden Sie sich immer an Ihre Kinderärztin/Ihren Kinderarzt oder an das Gesundheitsamt.

 

Standardimpfungen nach dem Impfkalender 2026 (STIKO) bis ca. 6 Jahre

In Deutschland gibt es einen klar strukturierten Impfplan für Säuglinge und Kinder. Die empfohlenen Impfungen werden altersabhängig durchgeführt und sind darauf ausgerichtet, besonders gefährliche, leicht übertragbare Erkrankungen zu verhindern.

Baby erhält eine Impfung in den Oberarm

Übersicht (STIKO, Januar 2026):

  • ab 6 Wochen: Rotaviren (Schluckimpfung, je nach Impfstoff mehrere Dosen)

  • ab 2 Monaten: „6-fach“-Impfung (Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Hib, Polio, Hepatitis B) sowie Pneumokokken; außerdem Meningokokken B

  • ab 4 Monaten: weitere Dosen der 6-fach-Impfung, Pneumokokken und Meningokokken B (je nach Schema)

  • ab 11 Monaten: weitere Dosen (z. B. 6-fach und Pneumokokken) sowie Beginn von MMR (Masern, Mumps, Röteln) und Varizellen (Windpocken)

  • ab 12 Monaten: weitere Dosis Meningokokken B (je nach Schema)

  • ab 15 Monaten: zweite Dosis MMR und Varizellen

  • ca. 5–6 Jahre: Auffrischimpfungen bei Tetanus, Diphtherie und Pertussis

Wichtig: Welche Impfungen an einem Termin kombiniert werden, wie die Abstände aussehen und was bei Frühgeborenen gilt, entscheidet Ihre Kinderarztpraxis passend zu Ihrem Kind.

 

Bei besonderem Risiko können zusätzliche Impfungen nötig sein

Kind hat eine Schürfwunde am Knie und bekommt einen Verband

Manche Situationen entstehen unerwartet: Kontakt zu bestimmten Erkrankungen, eine Verletzung oder besondere Reisepläne. Ob dann eine Impfung sinnvoll oder notwendig ist, wird immer individuell entschieden.

Bei Verletzungen kann zum Beispiel die Frage nach einer Tetanus-Prophylaxe wichtig werden. Auch nach engem Kontakt zu bestimmten Infektionskrankheiten kann eine ärztliche Einschätzung nötig sein. Bitte treffen Sie diese Entscheidung nicht allein, sondern lassen Sie Ihr Kind in solchen Situationen medizinisch beurteilen.

 

Wann kann eine Impfung verschoben oder nicht empfohlen sein? 

Es gibt Umstände, in denen eine Impfung vorübergehend verschoben oder nicht empfohlen sein kann, weil das Risiko von Nebenwirkungen höher wäre. Das ist insgesamt eher selten, und sehr häufig handelt es sich nur um eine zeitliche Verschiebung, zum Beispiel bei einer akuten fieberhaften Erkrankung am Impftermin.

Eine Impfung kann je nach Situation zum Beispiel dann nicht durchgeführt werden, wenn:

  • eine akute fieberhafte Erkrankung vorliegt,

  • eine schwere allergische Reaktion auf eine frühere Impfung bzw. Inhaltsstoffe bekannt ist,

  • bestimmte starke Immunschwächen vorliegen,

  • in besonderen Fällen rund um Operationen oder individuelle medizinische Umstände eine ärztliche Abwägung nötig ist.

Die Einordnung ist immer eine ärztliche Entscheidung. Sprechen Sie Unsicherheiten offen an, dafür sind die Vorsorge- und Impftermine da.

 

Auch über zusätzliche, empfohlene Impfungen informieren 

Neben den Standardimpfungen gibt es in Deutschland weitere Impfungen, die je nach Alter, Gesundheitszustand, Umfeld oder Reiseplänen empfohlen werden können. Dazu zählen zum Beispiel Impfungen gegen Influenza (insbesondere für bestimmte Risikogruppen) oder reisebezogene Impfungen. Welche davon für Ihr Kind sinnvoll sind, klären Sie am besten in der Kinderarztpraxis.

Baby bekommt eine Schluckimpfung

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Im Internet findet man viele Informationen, leider auch Missverständnisse und Halbwissen. Verlassen Sie sich bei Impfentscheidungen auf verlässliche Quellen und auf die Beratung durch medizinisches Fachpersonal. So bekommen Sie eine Empfehlung, die wirklich zu Ihrem Kind passt.


Verfasst von Mónika Veres


Quellen:

Impfkalender 2026 (STIKO, Januar 2026) – PDF (Land Schleswig-Holstein):

Infektionsschutz.de – Impfempfehlungen für Kinder (0–12 Jahre), inkl. Verweis auf den STIKO-Impfkalender:

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