Wie ziehen Sie Ihr Kind zum Schlafen an, wenn es im Zimmer 21 Grad hat?
21 Grad gehören zu den am häufigsten gewählten Nachttemperaturen. In vielen Familien fühlt sich das sogar wie ein Kompromiss an, weil das Wärmeempfinden unterschiedlich ist. Es kommt oft vor, dass der eine „fast zerfließt“, während der andere sich in eine Decke wickeln möchte. Einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist dann nicht immer leicht.
Wie bei Erwachsenen ist auch bei Kindern das Wärmeempfinden verschieden. Da kleine Babys das noch nicht mitteilen können, hilft eine einfache Kontrolle mit der Hand: Greifen Sie am Hals unter die Kleidung und fühlen Sie am oberen Rücken oder im Nacken. Ist die Haut verschwitzt oder sehr warm, ist es eher zu viel. Ist sie kühl, fehlt Wärme.
Bei unterschiedlichen Bedürfnissen entsteht in vielen Haushalten eine Lösung, die für alle okay ist. Oft landet man dabei bei etwa 21 Grad, was auch im Alltag gut umsetzbar ist. Genau dafür finden Sie hier allgemeine Kleidungsempfehlungen und zusätzlich LiaaBébé Tipps.
Schlafkleidung, je nach Alter des Kindes
Es lohnt sich, Neugeborene und Frühchen, Babys sowie größere Kinder getrennt zu betrachten.
Neugeborene und Frühgeborene bei 21 Grad

In den ersten Wochen brauchen Neugeborene meist eine etwas wärmere Kleidung, oft eine leichte Zusatzschicht im Vergleich zu älteren Babys. Ihr Körper kann äußere Temperaturschwankungen noch nicht gut ausgleichen. Das bedeutet, dass sie schneller auskühlen können, aber auch schneller überwärmen. Bei Frühgeborenen kann diese Phase länger dauern. Hier ist es sinnvoll, sich individuell in der Kinderarztpraxis beraten zu lassen.
Babys bei 21 Grad nachts
Wählen Sie einen Body Kurzarm oder Body Langarm. Darüber passt ein Schlafoverall & Strampler. Dazu ist ein Babyschlafsack mit einem TOG-Wert von etwa 1,5 oder ein Schlafsack mit Füßen eine gute Kombination.
Wenn Sie einen Babyschlafsack mit 2,5 TOG verwenden, kann darunter oft schon ein Body Langarm ausreichen.
Größere Kinder
Wichtig ist, ob Ihr Kind sich nachts schon selbst zudecken kann. Wenn es die Decke wegstrampelt, aber sie nicht wieder hochziehen kann, ist ein Babyschlafsack oder ein Schlafsack mit Füßen oft die sicherere Wahl, damit es nicht auskühlt.
Wenn Ihr Kind sich nachts zuverlässig selbst zu- und aufdeckt, können Sie auch einen zweiteiligen Kinderschlafanzug wählen. Darunter passt je nach Wärmeempfinden ein Body (ärmellos), Kurzarm oder ein dünnes, weiches Shirt.
Viele Eltern nutzen Schlafanzüge ohnehin früher, weil es praktisch ist oder weil es dem Kind gefällt. Auch dann können Sie weiterhin einen Schlafsack über dem Schlafanzug nutzen, wenn Ihr Kind noch nicht sicher mit einer Decke umgehen kann.
Warum wir Schlafsäcke empfehlen
Der wichtigste Punkt ist, dass viele Kinder über längere Zeit nicht zuverlässig selbst wieder zudecken können. Genau deshalb ist ein Schlafsack so hilfreich.
Außerdem schlafen viele Eltern ruhiger, wenn sie nachts nicht ständig aufstehen müssen, um das Kind zuzudecken. Was sich anfangs wie eine kurze Phase anfühlt, kann sonst leicht zu einem „Dauer-Wachmodus“ werden. Wenn man jede Nacht bei jedem Geräusch hochschreckt, bleibt erholsamer Schlaf oft auf der Strecke.

TOG-Wert, was bedeutet das?
Der TOG-Wert beschreibt vereinfacht, wie warm ein Schlafsack hält. Je höher der TOG-Wert, desto wärmer ist der Babyschlafsack.
Wählen Sie nicht nach Jahreszeit, sondern nach der durchschnittlichen Raumtemperatur:
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0,5 TOG: 22–25 Grad
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1,5 TOG: 20–23 Grad
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2,5 TOG: 18–21 Grad
Wie messen Sie die Temperatur richtig?
Nicht in einem anderen Zimmer. Die Temperaturen können innerhalb einer Wohnung stark abweichen. Und ein Baby, das still liegt und seine Temperatur noch nicht gut regulieren kann, spürt diese Unterschiede deutlich.
Messen Sie am besten in der Nähe des Babybetts, bei geschlossenem Fenster. Im Babyzimmer sollte man nicht dauerhaft das Fenster öffnen. Wenn gelüftet wird, dann so, dass das Baby nicht direkt im Luftzug liegt.
Wussten Sie, dass sich die Körpertemperatur nachts verändert?
Bei Erwachsenen und auch bei Babys ab etwa 3 Monaten. Beim Einschlafen sinkt die Körpertemperatur oft etwas, gegen Morgen steigt sie wieder an. Deshalb lohnt es sich, auch morgens kurz im Nacken oder am Rücken zu fühlen, ob es noch passt.

Warum LiaaBébé bei 21 Grad auf Bambus setzt
Bambusstoffe werden oft geschätzt, weil sie Feuchtigkeit gut aufnehmen, atmungsaktiv sind und als temperaturregulierend empfunden werden. Das kann helfen, Überwärmung zu vermeiden, gleichzeitig aber angenehm warm zu bleiben. So können Schwitzen, Hitzepickel oder auch „Gänsehaut“ seltener auftreten, und Ihr Kind schläft ruhiger.
Viele Kinder mögen außerdem Materialien, die weich und elastisch sind. Das Anziehen geht schneller, es drückt weniger, und die Kinder können sich frei bewegen, im Schlaf genauso wie beim Krabbeln.
Und viele Eltern erleben, dass sehr elastische Kleidung länger passt, weil sie über eine Zeit „mitwächst“, und dadurch nicht sofort wieder ersetzt werden muss.

Verfasst von Mónika Veres
Quellen:
kindergesundheit-info.de - Sicher schlafen
dgkj.de - Sicherer Schlaf für mein Baby