baba felébred és nyújtózik

Baby wacht häufig auf, was bedeutet eine Schlafregression?

In den ersten Monaten erleben viele Familien, dass Ihr Baby gut schläft, erholsam und ganz ohne größere Schwierigkeiten. Mit der Zeit entsteht ein Rhythmus, auf den auch Sie sich als Mutter verlassen können, das gilt oft sogar für die nächtlichen Wachphasen. Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl, wenn alle endlich entspannen und niemand damit rechnet, dass sich von einem Moment auf den anderen etwas verändern kann.

Häufig rund um den 4. Monat zeigt sich dann eine Phase, in der sich das bisherige Schlafverhalten plötzlich wandelt und der gewohnte Ablauf durcheinandergerät. Ihr Baby wacht öfter auf, manchmal sogar alle 30 Minuten. Oft wird das als „Schlafregression“ bezeichnet, manche sprechen auch von einem „Einbruch“ im Schlaf. Das kann nur vorübergehend sein, es kann aber auch über Monate anhalten, denn jedes Kind hat sein eigenes Schlafmuster. Wichtig ist, dass häufiges Aufwachen vollkommen normal ist und zur gesunden Entwicklung dazugehört.

Der Begriff „Regression“ bedeutet eine Rückkehr zu einem früheren, weniger entwickelten Zustand. Da häufiges Aufwachen jedoch keine Rückentwicklung ist, sondern im Gegenteil oft Teil eines Entwicklungsschritts, ist die geläufige Bezeichnung „Schlafregression“ eigentlich nicht ganz treffend.

 

Was kann dahinterstecken?

Für diese Schlafveränderungen und das häufigere Aufwachen gibt es bis heute keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege, es fehlen umfassende Studien mit ausreichend großen Fallzahlen. Beobachtungen aus dem Tierreich deuten darauf hin, dass das Phänomen mit dem Stillen zusammenhängen kann: In bestimmten Phasen entsteht beim Nachwuchs ein häufigeres Stillbedürfnis, bevor eine selbstständigere Zeit beginnt. Beim Menschen verläuft das anders, da Kinder besonders lange begleitet und versorgt werden und deutlich später unabhängig werden.

Tagsüber sind Babys zwischen 2 und 4 Monaten oft aktiver. Sie nehmen viele Reize auf und trinken manchmal weniger, nachts holen sie in der Ruhe dann eher nach, was sie brauchen.

Viele beginnen um den 4. Monat herum zusätzlich mit Flaschennahrung, dadurch kann sich auch die Verdauung Ihres Babys verändern.

Mikro-Aufwachmomente, die es übrigens auch bei Erwachsenen gibt, treten häufig zwischen dem 4. und 6. Monat deutlicher auf. Das ist ein natürlicher Entwicklungsschritt. In dieser Zeit wacht das Baby auf, weint und findet manchmal nicht leicht zurück in den Schlaf. Auch Trennungsangst kann spürbarer werden.

Außerdem entwickeln sich die großen Bewegungen stark, sodass Ihr Baby sie sogar nachts übt: Es dreht sich, stößt sich mit den Armen ab, wird insgesamt mobiler.

Baby dreht sich auf den Bauch, Entwicklungsschritt im Schlaf

 

Welche Entwicklungsphasen gibt es beim Babyschlaf?

Wenn Sie diese Etappen als Verlauf kennen, fällt es leichter, die aktuellen Besonderheiten einzuordnen und sich innerlich auf das Nächste einzustellen. Dieses Wissen hilft, unnötige Sorgen zu vermeiden und zu verstehen, was als natürlicher Schritt in der Entwicklung Ihres Babys gilt.

  • Neugeborenes: leichter Schlaf, Mikro-Aufwachmomente, Tiefschlaf, kurze und unregelmäßige Schlafzyklen

  • 1–2 Monate: Bauchweh kann stören, Tag und Nacht werden allmählich unterschieden, Einschlafrituale werden wichtig, eigener Rhythmus entsteht

  • 3 Monate: ein Schlafsystem bildet sich, nachts wird meist nur zum Trinken wach

  • ab 4 Monaten: starkes Interesse an Licht und Geräuschen, leichtes Aufschrecken, Mikro-Aufwachmomente, häufigeres und unregelmäßiges Aufwachen

  • 5–12 Monate: Schlaf oft wieder unregelmäßiger

  • 1–1,5 Jahre: regelmäßigere, ruhigere Tagschläfchen, gelegentliche Schlafprobleme

  • ab 1,5 Jahren: bessere Schlafqualität, mit 2 Jahren erreicht die Dauer des Tiefschlafs das Niveau von Erwachsenen

Baby wacht im Babybett auf, Mama schläft daneben

 

Welche Lösungen können Sie ausprobieren?

Da diese Schlafherausforderungen häufig natürliche Begleiter der Entwicklung sind, verschwinden sie nicht immer „für immer“. Manchmal werden sie besser und kommen später wieder. Trotzdem möchten die meisten Eltern den Familienalltag entlasten. Hier finden Sie ein paar Ansätze, die sich oft bewähren können, vielleicht passt etwas davon auch zu Ihnen.

 

Versuchen Sie tagsüber häufiger zu stillen

Wenn Ihr Baby tagsüber öfter satt wird, schläft es nachts oft länger und ruhiger. Das klappt nicht immer, denn viele Babys mit 5–6 Monaten möchten sich nicht lange aufs Trinken konzentrieren. Die Außenwelt wird spannender, Reize lenken stärker ab, und das Stillen wird dann häufiger vorzeitig unterbrochen.

Probieren Sie verschiedene Schlafpositionen aus

Vielleicht schläft Ihr Baby in einer anderen Position entspannter. Dazu finden Sie mehr in unserem Beitrag zu Schlafpositionen.

Prüfen Sie die Umgebung Ihres Babys

Können Sie ausreichend Ruhe, Dunkelheit und eine angenehme Schlafatmosphäre ermöglichen?
Ist die Luftfeuchtigkeit passend? Ist Ihrem Baby im Schlaf zu warm? Passt die Kleidung?

Wenn Ihr Baby zu warm angezogen ist oder viel Synthetik trägt, kann es nachts schnell überhitzen, schwitzen und sich unwohl fühlen. Damit das nicht zum Problem wird, sind natürliche Materialien eine gute Wahl, zum Beispiel für Kleidung und einen Babyschlafsack oder Schlafsack mit Füßen. Auch der TOG-Wert hilft Ihnen dabei, die Schlafkleidung passend zu wählen.

Bei LiaaBébé finden Sie Lösungen, die mehrere typische Themen gleichzeitig abdecken. Unsere extraweichen Bambusfasern in Bodys sowie Schlafoverall & Strampler und Schlafsäcke nehmen Feuchtigkeit sehr gut auf. Das Material ist angenehm elastisch, dünn und temperaturregulierend, es kann sich im Sommer kühler und im Winter wärmer anfühlen. Gleichzeitig ist Bambus oft als atmungsaktiv geschätzt, was vielen Babys nachts guttut. Wenn Sie nach einem Bambus-Schlafsack suchen, können Sie unsere Kollektion in Ruhe ansehen.

Liegt es vielleicht am Alltag?

Wenn ein Kind sehr viele kohlenhydratreiche Lebensmittel (sehr zuckerhaltig, stark mehlhaltig) isst, kann es unruhiger werden, das kann sich auch nachts zeigen. Deshalb kann es sinnvoll sein, solche Lebensmittel am Nachmittag und Abend eher zu vermeiden.

Viele Kinder brauchen außerdem täglich Zeit an der frischen Luft und Bewegung. Fehlt das, können sich Verhaltensunruhe und damit auch schlechterer Schlaf verstärken.

Baby krabbelt glücklich im Gras, Bewegung unterstützt ruhigen Schlaf

Hilfreich ist auch ein Alltag mit einem festen Ablauf, an den sich die Familie orientiert. Vorhersehbarkeit macht oft auch die Nächte ruhiger.

Wenn Ihr Baby sehr viele Reize bekommt, kann das Nervensystem stärker belastet werden. Dann wirkt Ihr Kind schneller gereizt und schläft nachts unruhiger. Viel Bildschirmzeit, sehr viele Programme oder eine laute Umgebung können einen solchen Kreislauf begünstigen, auch Einschlafschwierigkeiten.

Gibt es seelische Belastungen?

Das Sicherheitsgefühl Ihres Babys ist ein zentraler Baustein, damit es sich entspannen kann. Die Geburt eines Geschwisterchens, die Eingewöhnung in eine Betreuung oder zu früh starker Druck beim Trockenwerden können Unruhe und Ängste auslösen, das kann sich auch nachts bemerkbar machen.

Auch gesundheitliche Faktoren spielen eine Rolle

Es wäre unmöglich, alle möglichen Ursachen aufzuzählen, die Schlafschwierigkeiten verstärken können, einige häufige Themen sind: Zahnen, Entzündungen, Druckgefühl im Ohr, erschwerte Atmung, Reflux oder Bauchschmerzen. All das kann nachts Unruhe auslösen.

 

Worum machen wir uns oft Sorgen?

Häufiges Aufwachen ist nicht nur anstrengend für die ganze Familie, es löst auch schnell Sorgen aus. Vielleicht denken Sie, Ihr Baby bekäme so nicht genug Schlaf, der doch für die Gehirnentwicklung so wichtig ist. Dahinter steht oft die Vorstellung, dass Wachstum und Entwicklung besonders stark im Schlaf stattfinden.

Schlaf ist tatsächlich sehr wichtig, gleichzeitig können kurze Wachphasen mit anschließendem schnellen Wiedereinschlafen trotzdem eine ausreichend intensive Erholung ermöglichen. In dieser Phase kann Ihr Baby meist einschlafen, wenn es müde ist, und bekommt die Ruhe, die es braucht, in der passenden Menge und Qualität. Wenn jedoch ein anderes Problem oder ein Unwohlsein das Beruhigen und Einschlafen deutlich erschwert, sollte diese Ursache natürlich gezielt angegangen werden.

 

Möchten Sie noch mehr über Schlafveränderungen lesen?

Da es kaum belastbare Forschungsergebnisse gibt, stehen auch nur begrenzt passende Fachbücher zur Verfügung.

Hetty Van De Rijt Ph.D und Frans Plooij Ph.D beschreiben in ihrem Buch „Oje, ich wachse!“ zehn Entwicklungssprünge in den ersten 20 Monaten, einschließlich Veränderungen rund um den Schlaf. Wenn Sie diese Phasen kennen, können Sie sich oft mental darauf einstellen und sich mit Ideen und Methoden den Alltag erleichtern.

Von der La Leche League gibt es außerdem das englischsprachige Buch „Sweet Sleep“, das Schlafveränderungen in verschiedenen Zeitabschnitten beschreibt und auch die Phase um 3–4 Monate aufgreift, in der viele Babys häufiger aufwachen.

Bei Fragen und Sorgen rund um den Schlaf können Sie sich Unterstützung holen, zum Beispiel bei Ihrer Hebamme, Ihrer Kinderarztpraxis, bei Schlafberaterinnen und Schlafberatern oder in einer Kinderklinik.

 

Verfasst von Mónika Veres

 

Quellen:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) – Elterninfo: Mein Kind schläft nicht

AOK (Gesundheitsmagazin) – Mein Baby leidet an Schlafregression

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