A kisbaba mászik a szőnyegen

Wie entwickelt sich ein Baby im Alter von 7–9 Monaten?

Diese Phase ist geprägt von Entdeckerfreude, mehr Bewegungsfreiheit und einem deutlich stärkeren Bedürfnis nach Kontakt und Kommunikation.


Das Sehen deines Babys entwickelt sich weiter – hin zu Details, Tiefen und kleinen Dingen 

Schon mit etwa 6 Monaten entdeckt dein Baby winzige Fussel oder Krümel (zum Beispiel auf dem Teppich) und versucht, sie mit den Fingern zu greifen, hochzuheben, zu betrachten und natürlich auch mit dem Mund zu erkunden. Sei deshalb besonders aufmerksam und lass keine Kleinteile herumliegen, die verschluckt werden könnten!

Wenn dein Baby viel Platz zum Bewegen bekommt, schaut es immer öfter in die Ferne, erkennt Gegenstände und „trainiert“ seine Augen beim Vorwärtskommen ständig mit. Was fällt ihm auf? Erhöhungen, Löcher, Ritzen und unterschiedliche Oberflächen. Es untersucht alles mit den Fingern – steckt sie zum Beispiel in Öffnungen  und nimmt Dinge anschließend auch in den Mund. Dieses „Tasten mit dem Mund“ ist ein wichtiger Teil der Entwicklung, weil Babys so besonders fein spüren und Gegenstände kennenlernen.

Wenn du deinem Baby Raum gibst, leg in etwa 1–1,5 Metern Entfernung Spielzeuge hin, die es vermutlich erreichen möchte. Das fördert sowohl das Sehen als auch die Bewegung. Es gibt viele Spielsachen mit kleinen, spannenden Details, aber auch in der Küche findest du interessante Dinge zum Anfassen, zum Beispiel ein Sieb mit Löchern.

Welche Gefahren können in diesem Alter typisch sein?

Es gibt vieles, aber am häufigsten sind jetzt: Stürze, Verschlucken durch Kleinteile, gefährliche Gegenstände in Reichweite und Verletzungen an Möbeln.

In diesem Alter nimmt dein Kind Tiefe wahr, kann sie aber noch nicht zuverlässig einschätzen. Lass es deshalb niemals unbeaufsichtigt auf erhöhten Flächen, denn es kann sich z. B. vom Bett herunterrollen.

Kleinteile am Boden werden blitzschnell entdeckt und in den Mund gesteckt. Außerdem ist dein Baby plötzlich überall dort, wo Dinge liegen geblieben sind – darum sollte die Wohnung wirklich babysicher sein. Schranktüren kannst du bei Bedarf sichern, wenn es dort gefährlich werden könnte.

 

Alles ist spannend, was Geräusche macht

Baby krabbelt in der Küche auf den geöffneten Geschirrspüler mit den Töpfen und Schüsseln zu

Warum sind Töpfe, Schüsseln und Löffel so faszinierend? Weil man sie wunderbar aneinanderklopfen kann und weil sie schön laut, metallisch und „echte“ Geräusche machen. Kein Wunder also, wenn dein Kind gern in der Küche ist und versucht, Schranktüren zu öffnen. Es weiß ziemlich genau, wo diese „Schätze“ zu finden sind.

Klangspielzeug ist in diesem Alter ebenfalls sehr sinnvoll. Wenn ihr kleine Instrumente auswählt, achte möglichst darauf, dass sie klare, saubere Töne erzeugen und gut gestimmt sind (also nicht „schief“ klingen). So unterstützt ihr die Entwicklung des musikalischen Hörens besonders gut.

Singen bleibt weiterhin eine der wertvollsten gemeinsamen Aktivitäten – für Entwicklung, Lernen und auch sozial-emotional. Dein Baby merkt sich Melodien und Worte schnell und möchte immer mehr selbst „mitmachen“. Diese gemeinsamen Singmomente zeigen dem Kind auch: Ich darf mich über Musik ausdrücken – wenn ich fröhlich bin, wenn ich angespannt bin oder wenn ich traurig bin. Das hilft beim Gefühle-Ausdrücken und kann echte Freude an Musik wecken.

 

In der motorischen Entwicklung passieren große Sprünge 

Gerade jetzt sieht man oft die auffälligsten Veränderungen: Einerseits ist der Drang zur Fortbewegung riesig, dein Baby wirkt manchmal kaum zu bremsen. Andererseits wird auch das Aufrichten immer deutlicher.

Während es die Welt entdeckt, erforscht es gleichzeitig seinen eigenen Körper. Es merkt, was es schon kann, worauf es Einfluss hat – das gibt Selbstvertrauen und Mut. Ein Gefühl von Selbstständigkeit entsteht. Viele Babys kommen jetzt ins (Halb-)Sitzen und ziehen sich in den Vierfüßlerstand.

Baby sitzt aufrecht

Wie setzen sich Babys häufig hin?

Manche kommen aus dem Vierfüßlerstand, setzen das Becken zur Seite ab und landen so im Sitzen. Andere rollen in die Seitenlage und drücken sich dann erst über den Unterarm, später über die Hand hoch. Es gibt noch viele Varianten – und oft passiert das erste Hinsetzen „zufällig“. Häufig bleibt dann genau diese Technik. Mit etwa 9 Monaten kann dein Baby meist schon länger mit geradem Rücken sitzen.

Wie beginnt das Robben?

Um nach vorn zu kommen, braucht es viel Kraft. Viele Babys schieben sich anfangs deshalb „falsch herum“, sie drücken sich mit den Händen nach hinten und bewegen sich rückwärts. Das frustriert, weil das gewünschte Spielzeug nicht näher, sondern weiter weg ist. Dann wird geübt, ausprobiert, gestrampelt – bis der Vorwärtsweg klappt. Anfangs kann das Robben noch asymmetrisch sein, später wird es koordinierter (mit gegengleichen Bewegungen von Arm und Bein).

Der erste Schritt zum Krabbeln ist der Vierfüßlerstand. In dieser Position beginnen Babys oft, vor und zurück zu schaukeln und dann kommen die ersten „Schritte“ auf allen Vieren.
Die Phase des Robbens und Krabbelns ist sehr wichtig. Achte darauf, dass diese Bewegungsformen nicht komplett ausfallen. Wenn du das Gefühl hast, dass hier etwas nicht rund läuft, hol dir möglichst früh Unterstützung von einer Fachperson für Bewegungsentwicklung. Nach einer Einschätzung kann sie gezielte Übungen zeigen, die wirklich zu eurem Kind passen. So lässt sich auch vorbeugen, dass später Schwierigkeiten entstehen – denn Motorik und Lernen hängen stark zusammen. Versuch bitte nicht, das allein mit zufälligen Internetvideos „zu lösen“: Übungen sollten individuell angepasst werden.


Das Baby wählt die Laute seiner Muttersprache 

Durch das viele Sprechen und den Alltag mit Sprache beginnt dein Kind, die Laute seiner Muttersprache in die eigene Kommunikation einzubauen. Aus dem frühen Gurren wird immer mehr ein bewusstes Brabbeln. Laute werden gezielter kombiniert („te-te“, „ke-ke-ke“) – fast so, als würde es schon „reden“. Damit will es mit dir in Kontakt treten, und es ist wichtig, dass du darauf antwortest. Dein Baby merkt: So kann ich etwas bewirken. Lautgeben ist nicht mehr zufällig, es hat ein Ziel.

Das Verstehen einzelner Wörter beginnt oft um den 9. Monat herum. Du kannst Gegenstände benennen und zeigen, wie sie heißen. Schritt für Schritt führt das Brabbeln dann in Richtung „echter“ Wörter.

 

Gemeinsames Spielen ist sehr wichtig 

Auch wenn dein Baby gern alleine entdeckt (die Selbstständigkeit ist ja gerade im Aufwind), tut ihm das Ankuscheln, das gemeinsame Spielen und Singen sehr gut. Nutzt dabei Gegenstände: Zeig auf etwas, hol es näher heran und sprich darüber. So lernt dein Baby auch das Zeigen (mit Finger oder Hand) als wichtiges Kommunikationsmittel.

Papa und Baby albern und spielen miteinander

Die Rollen von Mama und Papa im gemeinsamen Spiel können sich unterscheiden, beide bringen andere Qualitäten ein und fördern auf unterschiedliche Weise. Dazu findest du mehr in unserem früheren Artikel: Dort zeigen wir, welchen Wert das Spielen mit dem Papa für das Kind haben kann.

 

Was lernt dein Baby dabei?

Zum Beispiel, dass Dinge aufeinander wirken können: Es kann Gegenstände gegeneinander klopfen und Geräusche erzeugen. Es kann einen kleineren Topf in einen größeren legen – anfangs oft zufällig. Mit der Zeit erkennt es Eigenschaften von Dingen und trifft immer öfter eigene Entscheidungen: Das hier mag ich, das da nicht.
Im gemeinsamen Spiel imitiert es dich. Und es erlebt Erfolg, wenn es von dir Bestätigung bekommt.

In einem früheren Artikel haben wir die Entwicklung deines Babys Monat für Monat zusammengefasst, wenn du magst, lies auch das gern.

 

Verfasst von Mónika Veres


Quellen:

kindergesundheit-info.de - Entwicklung der Beweglichkeit – Körpermotorik | 0–6 Jahre

AOK Bayern - Unser Baby ist da –neues Familienglück

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