Kislány egyedül játszik az építő kockákkal

Hilfe, mein Kind wird selbstständig!

Die Selbstständigkeit Ihres Kindes gehört wahrscheinlich zu den herausforderndsten Phasen der Erziehung. Immer wieder stehen Sie vor neuen Situationen, und oft ist nicht sofort klar, warum Ihr Kind etwas tut. Es handelt nicht immer logisch oder konsequent, es will einfach. Und zwar mit Nachdruck.

Ein Neugeborenes fühlt sich in den ersten etwa sechs Wochen in einer Art Einheit mit der Welt. Nach und nach beginnt es zu erkennen, dass es ein eigenständiges Wesen ist – zunächst jedoch erlebt es sich noch als eins mit seiner Mutter. Anfangs erscheinen ihm sogar seine eigenen Hände wie etwas Fremdes. Wenn es allmählich versteht, dass Mama nicht immer da ist, kann das verunsichern, und es sucht aktiv nach Nähe.

Etwa ab dem sechsten Monat verändert sich diese enge Einheit langsam. Die Umgebung wird spannender, die Neugier wächst und Ihr Baby erkennt Schritt für Schritt: Mama und ich sind nicht dieselbe Person.

 

Ihr Kind isst zunehmend selbstständig

Mit etwa 3 bis 4 Monaten zeigt Ihr Baby bereits deutlich, wenn es satt ist. Wird es mit der Flasche gefüttert, kann es diese manchmal schon selbst halten. Dennoch sollte es dabei niemals allein gelassen werden, sowohl aus Sicherheitsgründen als auch, weil Nähe weiterhin wichtig ist.

Mit 5 bis 6 Monaten beginnt das Interesse an der Nahrung der Erwachsenen. Ihr Baby wird bereit für die Beikost.

Kleiner Junge isst selbstständig mit dem Löffel

Mit 6 bis 7 Monaten greift Ihr Kind nach dem Löffel und führt ihn vielleicht schon zum Mund, auch wenn das Essen damit noch nicht zuverlässig gelingt. Ein Trinklernbecher klappt oft erstaunlich gut.

Mit 8 bis 9 Monaten nimmt Ihr Baby kleine Stücke mit den Fingern auf. Lassen Sie es ausprobieren – diese Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen.

Mit 10 bis 12 Monaten isst Ihr Kind zunehmend selbstständig. Jetzt kann es langsam lernen, Löffel und kleine Gabel zu benutzen. Noch wird vieles daneben gehen – das ist ganz normal. Mit etwa 2 Jahren kann ein Kind in der Regel selbstständig mit dem Löffel essen und aus dem Becher trinken.

 

Wie lange kann Ihr Kind allein spielen?

Bereits ein 6 bis 8 Wochen altes Baby kann längere Zeit beobachten. Hängen Sie ein leicht bewegliches oder raschelndes Spielzeug in Reichweite auf, wird es entdecken, dass es dieses durch eigene Bewegungen in Gang setzen kann. Mit 2 bis 3 Monaten kann es sich damit gut beschäftigen.

Mit 3 Monaten sind etwa 15 Minuten selbstständige Beschäftigung möglich. Ab 5 Monaten wächst die Neugier stark – dennoch wird Ihr Baby manchmal unruhig und sucht Ihre Nähe. Warum? Gewohnte Spielsachen reichen nicht mehr aus, Neues ist noch schwer zu greifen. Geduld ist hier besonders wertvoll, bis der nächste Entwicklungsschritt folgt.

Mit 1 bis 1,5 Jahren steht Bewegung im Mittelpunkt. Ihr Kind räumt ein und aus, entdeckt seine Umgebung. Hat es ausreichend Platz und abwechslungsreiches Spielmaterial, kann es sich gut selbst beschäftigen – und kommt zwischendurch trotzdem wieder zu Ihnen. Das ist ganz natürlich.

Mit 2 Jahren spielt es auch in Gruppen noch meist für sich. Mit 3 Jahren zeigt sich deutlich das Bedürfnis nach gemeinsamen Spielen mit Gleichaltrigen. Jetzt entstehen kreative, ausdauernde Spielphasen.

 

Ein Neugeborenes kann noch nicht allein einschlafen

Ihr Baby braucht Unterstützung beim Entspannen und Einschlafen. Rituale, sanfte Nähe, leise Stimmen und ruhige Abläufe helfen ihm dabei. In den ersten Wochen ist der Tag-Nacht-Rhythmus noch nicht gefestigt. Häufig wird tagsüber geschlafen und nachts gewacht.

Sobald sich ein Schlafrhythmus entwickelt, können regelmäßige Einschlafrituale Ihrem Kind helfen, eigene Wege zum Einschlafen zu finden, ein wichtiger Schritt Richtung Selbstständigkeit.

Mit 5 bis 10 Monaten kann selbstständiges Einschlafen gelingen – sofern Ihr Kind die Möglichkeit hatte, es zu lernen. Manchmal protestiert es dennoch. Auch das ist ein Ausdruck wachsender Eigenständigkeit. Unterstützen Sie Ihr Kind, indem Sie Reize reduzieren und eine ruhige Umgebung schaffen.

Mit 10 bis 18 Monaten schlafen viele Kinder nur noch einmal tagsüber. Manchmal möchten sie darauf verzichten, weil die Welt zu spannend ist. Ist Ihr Kind sehr müde, aber findet nicht in den Schlaf, konzentrieren Sie sich zunächst auf Entspannung – etwa durch Vorlesen oder leises Singen. Oft folgt der Schlaf ganz von selbst.

Kleiner Junge schläft mit seinem Kuscheltier ein

Mit 2 bis 3 Jahren möchten manche Kinder tagsüber nicht mehr schlafen – besonders zu Hause, wo weniger Reize vorhanden sind als in Betreuungseinrichtungen.

 

Sauberwerden wird mit etwa 2,5 Jahren aktuell

Kleines Mädchen sitzt auf einem Töpfchen, ihr Kuschelbär auf dem anderen

Mit 1 bis 1,5 Jahren kann Ihr Kind Ausscheidungen noch nicht bewusst kontrollieren, zeigt aber Interesse. Es begleitet Sie ins Bad, setzt sich neugierig auf das Töpfchen – meist noch spielerisch.

Vor dem 2. Lebensjahr werden die meisten Kinder noch nicht zuverlässig trocken. Mit etwa 2,5 Jahren beginnt die Phase des Sauberwerdens, und mit 3 Jahren klappt es tagsüber meist zuverlässig.

Gelegentliche „Unfälle“ können auch später noch vorkommen – besonders in Betreuungssituationen. Wichtig ist, dass Ihr Kind jederzeit zur Toilette darf, wenn es muss. So vermeiden Sie unnötigen Druck und Schamgefühle.

 

Selbstständig sein – und gleichzeitig gehorchen?

Vielleicht kennen Sie dieses Spannungsfeld. Einerseits möchten Sie Ihr Kind zur Selbstständigkeit ermutigen – beim Essen, Trinken oder Sauberwerden. Andererseits soll es auch Anweisungen befolgen, Spielsachen aufräumen oder sich anziehen.

Diese Erwartungen können Konflikte auslösen. Die Entwicklung des eigenen Willens verläuft in allen Lebensbereichen parallel. Regeln und Grenzen müssen erst verstanden und verinnerlicht werden. Für Ihr Kind ist das nicht einfach. Bleiben Sie konsequent und klar in Ihren Botschaften, so lernt Ihr Kind, sich im familiären Regelwerk sicher zu orientieren.


Nein!

Mit der sogenannten „Nein-Phase“ beginnt ein neuer Abschnitt. Ihr Kind scheint plötzlich alles abzulehnen. Dahinter steckt kein Trotz im eigentlichen Sinne, sondern das Üben des eigenen Willens. Es geht weniger darum, was abgelehnt wird – sondern darum, selbst entscheiden zu wollen.

Diese Reaktionen wirken manchmal unerwartet und intensiv. Doch sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer selbstbewussten, eigenständigen Persönlichkeit.

 

Verfasst von Mónika Veres

 

Quellen:

kindergesundheit-info.de (BZgA) – Selbstständig essen

kindergesundheit-info.de (BZgA) – Trocken- und Sauberwerden

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